Ein Bullet Journal ist vor allem eins: ein Prozess.

Es ist jetzt Ende August und das bedeutet: Happy Bullet Journal Anniversary to me! Genau vor einem Jahr, am 1. September, habe ich mein allererstes Bullet Journal gestartet.

Nachdem ich die ersten YouTube Videos geschaut hatte, war ich sofort angefixt und unglaublich motiviert, sofort loszulegen. Ich bin zu Karstadt gerannt und habe mir dort mein allererstes Notizbuch von Leuchtturm1917 gekauft (und ja, es war Liebe auf den ersten Blick).

Motiviert wie ich eben war, habe ich dann direkt begonnen, die ersten Seiten zu gestalten… und fand es furchtbar! Was ich mir in meinem Kopf schön vorgestellt habe, sah auf Papier dann gar nicht mal mehr so gut aus.

Meinen ersten Future Log habe ich genau kein einziges Mal benutzt.

Warum erzähle ich dir das? Weil ich dir in diesem Blogartikel zeigen möchte, wie sich mein Bullet Journal im Laufe eines Jahres entwickelt hat. Damit du siehst: Auch, wenn du zu Beginn überhaupt nicht zufrieden bist, solltest du auf keinen Fall aufgeben.

Ein Bullet Journal ist ein Prozess, der Zeit braucht und der vor allem niemals endet. Du entwickelst dich weiter, und das tolle ist: dein BuJo entwickelt sich mit dir! :)

Was hat sich bei mir geändert?

Legen wir also los mit der Entwicklung meines Bullet Journals. Zuerst möchte ich auf die Dinge eingehen, die sich geändert haben.

Der Future Log

Wie bereits erwähnt: mein allererster Future Log war so gestaltet, dass ich ihn nach dem ersten Erstellen nicht mehr verwendet habe. Der erste „Fehler“, den ich gemacht habe: ich habe nur die Monate bis zum Ende des Jahres aufgenommen, also insgesamt nur vier.

Ich würde dir immer raten, mindestens sechs Monate im Future Log zu haben, wenn nicht sogar mehr. Mittlerweile nehme ich immer acht, das hat sich für mich bewährt. Natürlich kann das bei dir ganz anders aussehen, aber vier sind meist zu wenig.

Außerdem habe ich im ersten Future Log kaum Platz für Termine gelassen. Jeder Monat hatte nur fünf freie Zeilen. Heute würde mir das nicht mehr reichen.

Bereits im zweiten Bullet Journal bin ich dann zum Calendex gewechselt und komme damit hervorragend klar! Ich sehe auf einen Blick, wie viele Termine in einer Woche sind, um welche Art Termin es sich handelt und wie viel Zeit ich drumherum noch habe.

Calendex als Future Log, mit Farbcode

Wenn du wissen möchtest, wie der Calendex genau funktioniert, empfehle ich dir diesen Artikel. Hier bin ich auf drei verschiedene Arten eingegangen, wie du den Future Log gestalten kannst und für wen welche Variante geeignet ist!

Die Monatsübersichten

Genau wie der Future Log zählt auch die Monatsübersicht zu den Modulen des originalen Bullet Journal Systems. Bis heute habe ich für mich hier noch nicht die optimale Übersicht gefunden.

Es gibt so viele verschiedene Varianten, wie die Monatsübersicht gestaltet werden kann, und ich habe schon viele verschiedene Module mit aufgenommen und wieder rausgeschmissen, weil ich sie doch nicht gebraucht oder benutzt habe.

Tatsächlich nutze ich die Übersicht aber auch nur wenig. Termine für die aktuelle Woche kommen in meine Wochenübersicht, alles darüber hinaus landet im Calendex. Eigentlich markiert die Monatsübersicht bei mir nur den Start in den neuen Monat, als dass sie mir bisher wirklich weitergeholfen hat!

Der Self Care Tracker

Was meinen Self Care Tracker angeht habe ich mich stark von Boho Berry inspirieren lassen. So hatte ich den Tracker erst in die Wochenübersicht integriert. Nach einigen Monaten habe ich ihn dann, wie den Habit Tracker, monatlich geführt.

Mittlerweile nutze ich den Tracker gar nicht mehr. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass ich daraus einen Mehrwert ziehen kann, also ist er rausgeflogen!

Meine Header und Überschriften

Hier hat wahrscheinlich die größte Veränderung stattgefunden. Meine normale, alltägliche Schrift hat sich natürlich nicht geändert, dafür aber meine Header und Überschriften, und zwar umso mehr.

In meiner frühen Motivationsphase habe ich jede Menge ausprobiert, weil ich es bei anderen super schön fand. Grundsätzlich auch genau richtig so, denn ich habe schnell gemerkt, dass vieles einfach nicht zu mir passt.

Header und Überschriften in meinem Bullet Journal

Wenn ich mein erstes Bullet Journal heute so durchblättere, ist es wirklich witzig zu sehen, wie z.B. die Banner dort aussehen. Einer der größten Unterschiede: Heute gestalte ich alle meine Header und Überschriften deutlich größer. Dadurch wirken sie automatisch nicht so gequetscht und direkt viel schöner!

Mein Zubehör

Als ich wie oben erwähnt zu Karstadt gerannt bin, um dort mein Notizbuch zu kaufen, bin ich dort natürlich auch bei den Stiften hängen geblieben. Da ich auf keine Amazon Lieferungen warten wollte, habe ich auch hier direkt zugeschlagen.

Interessanterweise hielt ich es für eine gute Idee, Buntstifte zu kaufen. Nun ja. Damit bin ich überhaupt nicht glücklich geworden, sodass ich mir relativ schnell die Fineliner von Staedtler gekauft habe, die ich bis heute benutze.

Tombows fand ich von Anfang an toll, war aber lange zu geizig dafür. Mittlerweile könnte ich nicht mehr ohne und hätte ich gerne auch noch mehr Stifte, um einfach ein bisschen mehr mit den Farben variieren zu können.

Nach wie vor nutze ich allerdings den PITT Artist Pen von Faber Castell in Größe S für nahezu alles, was ich in mein Journal schreibe. Der Stift blutet überhaupt nicht durch im Leuchtturm und ich kann ihn dir wirklich uneingeschränkt empfehlen.

Was ist gleich geblieben?

Wie du siehst, hat sich im Laufe des Jahres eine ganze Menge verändert und entwickelt. Tatsächlich gibt es aber auch einige Dinge, die gleich geblieben sind!

Der Index

Ich war am Anfang nicht davon überzeugt, dass ich wirklich einen Index in meinem Bullet Journal brauche. Trotzdem – und zum Glück – habe ich ihn immer sorgfältig geführt und heute könnte ich nicht mehr ohne!

Der Index ist meiner Meinung nach unglaublich wichtig für ein Bullet Journal. Ich schreibe meine Listen immer auf die nächste verfügbare Seite, und würde ich nicht den Index nutzen, dann würde ich jedes Mal ewig suchen, wenn ich eine meiner älteren Listen suche.

Hin und wieder kommt es auch vor, dass ich in einem meiner alten Bullet Journals etwas nachschauen möchte. Auch dann ist der Index Gold wert, denn ich muss nicht erst die kompletten 250 Seiten durchblättern, um eine bestimmte Seite zu finden.

Der Habit Tracker

Vom Habit Tracker war ich von Anfang an begeistert und bin es bis heute. Zwar haben sich die Dinge, die ich tracke, leicht verändert, die meisten Dinge sind aber tatsächlich das ganze Jahr über geblieben.

Der Tracker hilft mir wirklich dabei, jeden Tag Dinge zu tun, die ich sonst extrem aus den Augen verlieren würde (zum Beispiel genug zu trinken). Insofern hat mein Bullet Journal wirklich einen positiven Einfluss auf meinen Alltag! :)

Halb ausgefüllter Habit Tracker für den Juni

Fazit: Der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen

Von Anfang an war ich großer Fan des Bullet Journal Systems und heute blogge ich sogar darüber. Wer hätte gedacht, dass dieses System einen solchen Einfluss auf mein Leben hat? Ich jedenfalls nicht.

Dank meines Bullet Journals nehme ich mir jeden Abend etwas Zeit für mich, um zu planen, mich zu organisieren und auch, um nach jedem Tag einfach runterzukommen. Bullet Journaling hat für mich fast etwas meditatives und ich liebe es einfach!

Falls du also aktuell unzufrieden bist mit deinem eigenen Bullet Journal, gib nicht auf. Ändere die Dinge, die dir nicht gefallen, denn das ist schließlich der große Vorteil: du bist unendlich flexibel. Bleib dran, und ich bin mir sicher, in einem Jahr wird das bei dir schon ganz anders aussehen!

Wie lange nutzt du schon dein Bullet Journal? Konntest du bei dir eine ähnliche Entwicklung feststellen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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