Ein Bullet Journal eignet sich hervorragend, um immer mal wieder ein Zitat einzubauen.

Zum Beispiel dann, wenn du eine leere Seite zwischendurch hast. Das kann vorkommen, wenn du eine Doppelseite angefangen hast, dann aber auf der nächsten Doppelseite schon die nächste Wochenübersicht dran ist.

Das ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie es zu leeren Seiten kommen kann. Aber es müssen nicht mal immer komplette Seiten sein, auch so können immer wieder leere Flächen in deinem Bullet Journal entstehen.

Mich stören diese Flächen nicht unbedingt, aber manchmal habe ich einfach das Bedürfnis, sie zu füllen – besonders dann, wenn es ganze Seiten sind.

Hier kommen dann Zitate ins Spiel.

Und Zitate sind nicht nur ein wunderbarer Lückenfüller! Es tut gut, die Lieblingszitate immer mal wieder einzubauen, einfach, um beim Anblick neue Motivation zu schöpfen oder sich etwas wieder bewusst zu machen.

Außerdem kannst du mit kurzen oder auch längeren Zitaten optimal dein Handlettering üben! Und genau damit beschäftigen wir uns jetzt in diesem Artikel.

Nichts, was hier steht, geht nur genau so

Das möchte ich noch betonen, bevor wir loslegen. All die Zitate und die Art, wie sie gelettert sind, sind nicht nur genau so denkbar, wie ich sie dir hier zeige. Du kannst die Schriften, die Kombinationen und vor allem auch die Zitate natürlich so variieren und gestalten, wie es dir am besten gefällt!

Da wir uns ja aktuell in unserem Harry Potter Special Monat befinden, habe ich hier nämlich ausschließlich Zitate aus den Harry Potter Büchern und Filmen gewählt. (Gelettert habe ich übrigens immer die englische Variante, eine mehr oder wenig freie deutsche Übersetzung steht aber jeweils dabei.)

Das heißt aber lange nicht, dass dieser Artikel nur was für Potterheads ist – er ist dann für dich interessant, wenn du etwas über Handlettering und verschiedene Schriftarten lernen möchtest :)

Also, nachdem das geklärt ist, können wir ja loslegen!

Zum Einstieg: Faux Calligraphy

Faux Calligraphy, also „falsche Kalligraphie“, ist genau das richtige für dich, wenn du noch nicht so viel Erfahrung im Handlettering hast und deine Zitate trotzdem etwas aufwerten willst. Faux Calligraphy ist nämlich super easy umzusetzen, hat aber einen tollen Effekt!

Was kommt, wird kommen, und wir werden uns damit befassen, wenn es soweit ist.
– Hagrid

Bei der Faux Calligraphy schreibst du ein Wort bzw. ein Zitat erstmal in deiner ganz normalen Schreibschrift. Anschließend gehst du jeden Buchstaben noch einmal nach und verstärkst die Striche, bei denen du mit dem Stift auf dem Papier von oben nach unten gehst.

Die Striche, die von unten nach oben gehen, lässt du einfach so, wie sie sind. Das ergibt dann einen schönen Kalligraphie-Effekt!

Wenn du nochmal eine ausführlichere Schritt-für-Schritt-Anleitung lesen möchtest, dann schau mal hier bei Theresas Artikel über Faux Calligraphy für Anfänger vorbei.

Faux Calligraphy mit Großbuchstaben: Einzelne Wörter betonen

Das ist eine Variante, die ich von Anfang an sehr gerne benutzt habe und ich tue es bis heute! Diesmal wenden wir den Faux Calligraphy-Effekt nicht bei allen Wörtern des Zitates an, sondern nur bei einzelnen, die besonders betont werden sollen.

Wir hätten alle getötet werden können – oder noch schlimmer, rausgeschmissen!
– Hermine

Auch hier verstärkst du die Striche, bei denen du beim Schreiben von oben nach unten gehst. Ich finde, das macht auch bei ganz normalen Großbuchstaben richtig was her!

Im Beispiel habe ich die Verstärkung weiß gelassen und nicht ausgemalt. Hier hast du aber jede Menge Möglichkeiten: du kannst sie schwarz ausmalen, ein Muster reinmalen (z.B. Striche oder Punkte), …

Übrigens: Hier habe ich einen Blick in Hermines Bullet Journal geworfen!

Tanzende Buchstaben

Diese Variante ist etwas für dich, wenn du entweder schon etwas fortgeschritten bist oder nach einer besonderen Herausforderung suchst. Ich bin aktuell selber noch dabei, ganz viel zu üben – das ist aber sowieso das A und O!

Bei den ersten beiden Faux Calligraphy Varianten habe ich meine normale Schreibschrift verwendet und auch im normalen Schreibtempo geschrieben. Bei den tanzenden Buchstaben lasse ich mir allerdings für jeden Buchstaben ganz viel Zeit und schreibe die Wörter nicht – ich male sie.

Nach all dieser Zeit? — Immer.

Hach, ein Klassiker, aber wirklich eins meiner liebsten Harry Potter Zitate!

„Tanzende Buchstaben“ ist übrigens ein Ausdruck, den ich von Frau Hölle gelernt habe. Sie nutzt diesen Stil in sehr vielen ihrer Letterings und das sieht einfach wunderschön aus. Hier findest du dazu ein Tutorial von ihr.

Du schreibst bei den tanzenden Buchstaben nicht alles gerade auf einer Linie, sondern lässt die Buchstaben eben – wie der Name schon sagt – tanzen, indem du mit den Linien mal etwas weiter nach unten und mal etwas nach oben gehst.

Wie gesagt, das Video dazu von Frau Hölle kann ich dir sehr ans Herz legen, wenn du mehr darüber erfahren möchtest!

Großbuchstaben variieren und Schriften kombinieren

Ich habe es auch lange nicht für möglich gehalten, aber: Großbuchstaben haben eine Menge Potential! Aber nicht unbedingt, wenn man sie einfach normal und schnell vor sich hin schreibt.

Stattdessen solltest du dir auch hierbei viel Zeit für jeden Buchstaben lassen, damit die Buchstaben auch alle schön gleichmäßig aussehen.

Es bringt nichts, in Träumen zu verweilen und dabei zu vergessen zu leben.
– Albus Dumbledore

In diesem Beispiel habe ich die Großbuchstaben lang und schmal geschrieben und den „Schwerpunkt“ nach unten verlegt, also z.B. den mittleren Querstrich des E und den des A sehr weit unten geschrieben.

Kombiniert mit den tanzenden Buchstaben in Schreibschrift macht das wirklich was her, finde ich! Außerdem kannst du so auch wieder bestimmte Wörter besonders betonen, so wie oben mit dem Faux Calligraphy Effekt (den man hier übrigens auch hätte einsetzen können, um den Teil „and forget to live“ noch mehr zu betonen).

Glück kann auch in den dunkelsten Zeiten gefunden werden, wenn nur einer sich daran erinnert, das Licht anzuschalten.
– Albus Dumbledore

Im Gegensatz zu den langen, schmalen Großbuchstaben oben kannst du die Buchstaben natürlich auch flach und breit gestalten. Auch diese Variante mag ich sehr gerne!

Brush Lettering mit den Tombows

Brush Lettering ist wirklich etwas für sehr Fortgeschrittene, zu denen ich mich übrigens selber nicht mal zähle. Aber ich übe seit einigen Wochen fast täglich und so langsam werden Fortschritte sichtbar!

Beim Brush Lettering nutze ich immer meine Tombows, von denen ich bisher das Pastell-Set besitze. Es erfordert wirklich eine Menge Übung, die Pinselspitze richtig einzusetzen, und ich bin regelmäßig dem Aufgeben nahe.

Was wir verlieren, kommt am Ende immer zu uns zurück. Wenn auch oft nicht so, wie wir es erwarten.
– Luna Lovegood

Beim Brush Lettering verstärkst du die Striche von oben nach unten, indem du hierbei sehr fest aufdrückst. Bei den Strichen von unten nach oben gehst du mit dem Stift nur ganz leicht über das Papier. Wenn man es wirklich gut kann, so wie zum Beispiel Frau Hölle, dann sieht das einfach toll aus!

Wie du siehst, gibt es unzählige Möglichkeiten, die Zitate in deinem Bullet Journal zu gestalten. Die hier gezeigten sind natürlich nur eine kleine Auswahl. Füllst du die leeren Seiten in deinem Journal auch gerne mit Zitaten? Welche Schriftarten nutzt du dabei? Schreib es in die Kommentare! :)

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