Im ursprünglichen Bullet Journal System gibt es keine Wochenübersicht. Warum sie aber trotzdem nützlich ist und welche Varianten es gibt, zeige ich dir in diesem Post.

Lea hat die anderen Module des Bullet Journal Systems bereits ausführlich vorgestellt. Hier findest du die Links zu den einzelnen Posts und kannst sie noch einmal durchlesen:

In diesem Beitrag soll es nun um die Wochenübersicht gehen. Auch wenn sie kein offizieller Teil des Bullet Journal Systems ist, hat sie sich doch bei vielen Nutzern etabliert.

Warum denn überhaupt eine Wochenübersicht?

Zwischen Future Log, Monatsübersichten und den Tagesübersichten könnte eventuell der Eindruck entstehen, dass eine separate Übersicht für die Woche gar nicht mehr nötig ist.

Für mich ist der Sprung von der monatlichen Übersicht, die eher einen Kalender darstellt, zu den Daylies jedoch zu groß, sodass ich gerne noch eine Stufe dazwischen habe.

Aus diesem Grund baue ich jede Woche zu Beginn noch die Wochenübersicht ein. Diese startet bei mir immer auf dem linken Teil einer Doppelseite, sodass ein klarer Schnitt zu der Woche davor erkennbar ist.

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Sie ist damit sozusagen eine Schnittstelle zwischen der langfristigen Planung des ganzen Monats und den ganz kurzfristigen täglichen Aufgaben und Terminen.

Der Aufbau in meinem Bullet Journal ist also wie folgt:

  • Monatsübersicht
    • Übersicht Woche 1
      • Übersichten Tage 1-7
    • Übersicht Woche 2
      • Übersichten Tage 8-14
    • Übersicht Woche 3
      • Übersichten Tage 15-21
  • Nächste Monatsübersicht

Am Anfang einer jeden Woche blättere ich zurück zur aktuellen Monatsübersicht. Dann entscheide ich, welche Termine noch relevant sind und übertrage sie in meine Wochenübersicht. Oft fehlt bei den einzelnen Events in der Monatsübersicht auch noch die Uhrzeit, diese füge ich nun ebenfalls hinzu.

Außerdem überlege ich nun, welche Aufgaben für diese Woche insgesamt anstehen und füge sie der To Do Liste hinzu. Diese Dinge müssen dann nicht unbedingt an einem bestimmten Tag erledigt werden, sondern einfach irgendwann im Laufe der Woche.

Wie baue ich die Wochenübersicht auf?

Zunächst einmal solltest du dir überlegen, wie viel Platz du für deine Wochenübersicht einplanen möchtest. Passt alles, was du unterbringen möchtest, auf eine Seite oder sollten es doch besser zwei sein?

Außerdem ist es nicht ganz unwichtig, wie deine Tagesübersichten aussehen. Hältst du diese eher minimal, macht es eventuell Sinn, der Wochenübersicht etwas mehr Raum zu geben. Nutzt du deine Daylies aber ohnehin sehr intensiv, reicht wahrscheinlich auch eine etwas abgespeckte Variante. Ich selbst empfinde eine Seite im Normalfall für mich als vollkommen ausreichend.

Die verschiedenen Varianten

Meine eigenen Übersichten sind eigentlich immer sehr ähnlich aufgebaut. Sie bestehen aus einer Überschrift, die den Monat, das Datum und gegebenenfalls noch die Woche enthält.

Darunter befinden sich dann Kästchen, die die einzelnen Tage beinhalten sowie eine To Do Liste. Je nach Lust und Laune kannst du die Seite nun um für dich relevante Eckpunkte ergänzen.

Im Folgenden stelle ich dir nun einige konkrete Ideen für die Gestaltung deiner Wochenübersicht vor.

1. Klar aufgeteilt

Die erste Variante enthält unter der Überschrift mit den Daten einen großen Kasten, der wiederum in kleinere Kästchen aufgeteilt ist. Auf der linken Seite befinden sich die 7 Wochentage, in der rechten Spalte eine To Do Liste, eine kleine Sportübersicht und ein Self Care Tracker.

Selbstverständlich kannst du die einzelnen Kästchen aber ganz nach deinen Bedürfnissen anpassen. Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel ein Bereich für Notizen, ein Ausblick auf die nächste Woche oder ein inspirierendes Zitat, das dich durch die Woche begleitet.

Wochenübersicht April

2. Meine Standardlösung

Während ich die erste Variante vor allem am Anfang benutzt habe, um klare Strukturen zu haben, sieht meine Wochenübersicht mittlerweile zu 95% aus wie auf dem folgenden Bild. Selbstverständlich variieren Farben und Schriftart etwas, das Grundprinzip bleibt jedoch das gleiche.

Dabei zeichne ich auf der linken Seite zunächst einen Kasten für die einzelnen Wochentage. Auf die rechte Seite kommt meine To Do Liste für die Woche und ein Reading Tracker. In diesem halte ich die Bücher fest, die ich aktuell lese und markiere gegebenenfalls den Fortschritt, den ich in dieser Woche mache. Da ich eigentlich immer mehrere Bücher gleichzeitig lese, hat sich dieses System für mich bewährt. So behalte ich den Überblick und kann auch später noch nachvollziehen, wann ich die jeweiligen Bücher gelesen habe.

In dem freien Platz zwischen To Do Liste und Reading Tracker befindet sich normalerweise nun noch mein Workout Tracker. Da ich aber aktuell durchgehend krank bin und zudem noch viel unterwegs, habe ich ihn in dieser Woche ausnahmsweise weggelassen.

Früher hatte ich zudem noch den Self Care Tracker, wie in Variante 1 gezeigt, in meiner Wochenübersicht integriert. Mittlerweile halte ich diese Punkte aber in einem monatlichen Tracker fest, sodass er in der wöchentlichen Übersicht nicht mehr zu finden ist.

Um zu zeigen, wie genau sich die Tagesübersichten an die Wochenübersicht anschließen, habe ich hier die komplette Doppelseite fotografiert.

Wochenübersicht Doppelseite

3. Die minimalistischen Lösungen

Solltest du dir jetzt denken „diesen ganzen Schnickschnack mit Trackern und Listen brauche ich doch gar nicht“, sind die nächsten Designs vielleicht eher etwas für dich.

Das Prinzip bleibt dabei gleich, eine Überschrift mit Monatsangabe und der jeweiligen Woche. Danach folgen jedoch nur die einzelnen Tage und gegebenenfalls eine kleine To Do Liste, je nach Bedarf.

Wochenübersicht Minimal

Wochenübersicht März

4. Eine Doppelseite für alles

Die bisherigen Varianten hatten alle eins gemeinsam: auf die Wochenübersicht folgten die einzelnen Tagesübersichten auf den nächsten 3- 7 Seiten, je nachdem wie viel Platz ich für die jeweiligen Tage benötige.

Bei manchen Wochen weiß ich aber schon im Voraus, dass nicht viel ansteht. Vielleicht bin ich hauptsächlich unterwegs und werde das Bullet Journal nicht oft in die Hand nehmen können. Oder es ist einfach eine etwas ruhigere Woche ohne viele Termine und Erledigungen.

In diesen Fällen führe ich dann die Tages- und Wochenübersicht zusammen auf einer Doppelseite. Der linke Teil bleibt dabei im Prinzip unverändert, auf der rechten Seite liste ich die einzelnen Tage in zwei Spalten untereinander auf.

Mit dieser Variante habe ich somit immer noch die Möglichkeit, einzelne Aufgaben auf die jeweiligen Tage zu verteilen. Ein Vorteil dieses Designs ist zudem, dass ich alles auf einen Blick beisammen habe und nicht blättern muss.

Wochenübersicht Kompakt

5. Die Kästchenvariante

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die nächste Variante. Denn auch hier planst du deine komplette Woche auf einer Doppelseite. Die klassischen Tagesübersichten fallen in diesem Fall dann weg.

Die Kästchenvariante ist generell eine sehr beliebte Lösung bei vielen Nutzern des Bullet Journals, da sie praktisch ist und leicht umzusetzen. Du musst nur sieben gleich große Kästchen zeichen, die deine Wochentage repräsentieren. In diese schreibst du dann deine Termine und Aufgaben.

Zusätzlich kannst du je nach Platz und Bedarf noch weitere Kästchen gestalten. Bei mir sind es hier wieder meine üblichen Listen, nämlich To Dos und Workouts.

Wochenübersicht Kästchenvariante

Fazit

Auch wenn Ryder Caroll die Wochenübersicht nicht in sein klassiches Konzept des Bullet Journal integriert hat, empfinde ich sie als sehr sinnvoll und praktisch. Durch die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten gibt es immer eine passende Lösung für individuelle Bedürfnisse.

Auf unserem Instagram Account zeigen wir regelmäßig unsere aktuellen Übersichten, schau doch auch gerne mal dort vorbei :)

Weitere Ideen für deine Wochenübersicht findest du außerdem auf unserem Pinterest Board:

Benutzt du ebenfalls so gerne die Wochenübersichten wie ich? Welche Variante gefällt dir am besten? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Unsere Favoriten fürs Bullet Journaling

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