Vor kurzem haben wir in unserem Newsletter eine Umfrage gemacht: Welche Themen wünscht ihr euch? Was habt ihr für Fragen?

Neben dem Thema Finanzen im Bullet Journal dabei besonders häufig gewünscht: Wochenübersichten!

Das trifft sich sehr gut, für mich sind meine Wochenübersichten nämlich mit das Wichtigste in meinem Bullet Journal; ohne geht bei mir überhaupt nichts.

Deswegen habe ich mich entschieden, das Thema hier nochmal aufzugreifen und im Detail darauf einzugehen, wie ich meine Wochenübersicht eigentlich nutze, warum sie so wichtig für mich ist und vor allem: Wie sich das Layout im Laufe der Zeit entwickelt hat!

Außerdem erhältst du ein paar Tipps, wie du selber das beste Layout für deine Wochenübersichten findest.

Bevor wir zu meiner persönlichen Wochenübersicht kommen, gehen wir kurz einen Schritt zurück und schauen uns an, wofür man Wochenübersichten überhaupt brauchen könnte. Teil des originalen Bullet Journal Systems nach Ryder Carroll sind sie nämlich nicht.

Wofür braucht man überhaupt Wochenübersichten?

Für mich (und ich weiß, dass es Theresa ähnlich geht) sind die Wochenübersichten das perfekte Zwischending von Monats- und Tagesübersichten.

Der ganze Monat auf einen Blick kann hilfreich sein, aber wirklich detailliert wird man hier nicht.

Tagesübersichten sind dafür sehr detailliert, was morgen oder in den nächsten Tagen ansteht, wird hier aber nicht ersichtlich.

Und hier kommt die Wochenübersicht ins Spiel, die das meiner Meinung nach perfekt kombiniert: Ich kann hier sehr konkrete To do’s festhalten und Dinge, an die ich denken muss – gleichzeitig seh ich aber auch auf einen Blick, was in der Woche eben sonst so ansteht.

Aus dem Grund sind Wochenübersichten für mich in meinem Alltag übrigens auch unerlässlich.

Ich sehe auf einen Blick, was ich erledigen muss oder möchte, welche Termine ich habe und an was ich sonst noch denken muss.

Ich greife wirklich ständig darauf zurück – wie genau, dazu komm ich gleich noch.

…und was schreibt man da so rein?

Okay, was genau kannst du also in deine Wochenübersichten reinschreiben? Grob gesagt – was du willst!

Dafür gibt’s kein Patentrezept, das ich dir an dieser Stelle verraten könnte. Wie alles im Bullet Journal ist das total individuell und das macht’s ja auch aus.

Um herauszufinden, für was du deine Wochenübersicht nutzen kannst, überleg dir, was dir im Laufe einer Woche wichtig ist.

  • Brauchst du einen guten Überblick über To do’s und Termine?
  • Sind Tracker sinnvoll, z.B. damit du genug Wasser trinkst, deine Workouts erledigst und im Blick hast, ob du genug schläfst?
  • Brauchst du einfach einen Ort, um alles festzuhalten, was dir während der Woche so einfällt und wofür es sonst gerade noch keinen Platz gibt?

Du kannst das alles in deiner Wochenübersicht vereinen oder nur Teile davon (oder was ganz anderes). Und das Allerbeste: Du kannst dich jede Woche auf’s Neue entscheiden, je nachdem, was du eben gerade brauchst!

Das ist also wirklich super individuell. Um das etwas konkreter zu machen, kommen wir jetzt mal zu meiner eigenen Wochenübersicht.

So sieht meine persönliche Wochenübersicht aus

Ich hab’s extra nachgeschaut: Seit April 2018 benutze ich quasi durchgängig das gleiche Layout für meine Wochenübersicht, mit nur sehr wenigen Ausnahmen und mit der ein oder anderen Anpassung (dazu gleich mehr).

Zu dem Zeitpunkt habe ich allerdings schon fast zwei Jahre ein Bullet Journal geführt. Es war also auf keinen Fall so, dass ich direkt von Anfang an das perfekte Layout für mich gefunden habe.

Ganz im Gegenteil sogar: Ich hab super viel ausprobiert und getestet, genauso wie ich es dir auch empfehlen würde!

Lass dich für deine Wochenübersicht von anderen inspirieren, aber achte dabei eben vor allem auch darauf, was davon dich wirklich weiterbringt und was du in deinem Alltag brauchst. Nur so wirst du die Variante finden, die für dich am besten funktioniert.

Und dann ist es übrigens auch kein Problem mehr, wirklich dranzubleiben und die Wochenübersicht bzw. dein Bullet Journal generell langfristig zu nutzen: Wenn du einen echten Nutzen daraus ziehst!

So sahen ein paar meiner Wochenübersichten im Laufe der Zeit aus:

Da waren also ganz unterschiedliche Varianten dabei. Manche habe ich mehrfach genutzt, manche auch nur ein einziges Mal, weil sie mir gar nichts gebracht haben.

Mittlerweile sieht meine Wochenübersicht so aus – quasi Stand Mai 2021:

Was ist mir dabei besonders wichtig?

  • Die Wochenübersicht ist für mich der zentrale Ort, an dem ich alle meine To do’s und Termine für eine Woche im Blick habe. Das können eine ganze Menge sein, und wenn ich da das Gefühl hab, ich hab keinen Überblick… ciao Kakao.
  • Ich plane mit dieser Übersicht, was genau ich mir an Arbeit für die Woche vornehme – abhängig davon, wie viele Termine ich habe (und was für welche).
  • Ich hab hier den allerbesten Überblick, wo ich gerade bei meinen unterschiedlichen Projekten stehe und kann gut priorisieren, was wirklich wichtig und/oder dringend ist.

Tracker z.B. spielen hier aber mittlerweile überhaupt keine Rolle mehr. Wenn überhaupt nutze ich Tracker für den ganzen Monat, aber auch das nur noch selten und sehr gezielt.

So funktioniert meine Wochenübersicht

Wie genau arbeite ich mit meiner Wochenübersicht? Im ersten Schritt trage ich ganz links in der Spalte erstmal meine Termine für die Woche ein. Das ist der Start, denn die sind nun mal fix und den Rest der Woche muss ich drumherum planen.

Im zweiten Schritt überlege ich, was für To Do’s ich generell im Laufe der Woche erledigen muss und/oder möchte. Das kommt rechts auf die Doppelseite und wird dem jeweiligen Projekt zugeordnet.

Wie viel ich hier eintrage, hängt ganz davon ab, wie viele Termine ich habe. In einer Woche mit vielen Calls habe ich natürlich entsprechend weniger Zeit für anderes, und das plane ich hier (so gut es geht) direkt mit ein! Ich versuche hier wirklich so realistisch wie möglich zu planen.

Worauf ich nämlich gar keine Lust habe: Dass die Übersicht am Ende der Woche voll ist mit offenen To do’s, die ich nicht geschafft habe, einfach weil’s schlecht geplant war.

Im dritten Schritt schaue ich dann noch, ob es Aufgaben gibt, die an ganz bestimmten Tagen erledigt werden müssen. Das sind oft Sachen für Kund:innen, teilweise setze ich mir die Deadlines aber auch selber.

Diese To do’s übertrage ich dann nochmal in die entsprechende Spalte auf der linken Seite.

Das ist für mich deswegen so wichtig, weil ich das dann im Laufe der Woche bei meiner Tagesplanung direkt auf einen Blick sehe.

Wenn ich mich am Abend vorher an die Planung mache, werfe ich einen Blick in meine Wochenübersicht und sehe direkt, ob es schon konkrete To do’s für den Tag gibt.

Diese kann ich dann direkt in meine Tagesübersicht übertragen und dann je nachdem mit weiteren Aufgaben für den Tag ergänzen.

Dieses System mit den drei Schritten hat sich für mich in den letzten Jahren absolut bewährt!

Anpassungen im Laufe der Zeit

Wenn ich die eine Sache am Bullet Journal System nennen müsste, die ich daran so gerne mag: Es wäre definitiv die Flexibilität. Und die habe ich natürlich auch bei der Wochenübersicht.

Denn das Grundlayout ist in den letzten Jahren wie gesagt immer gleich geblieben – trotzdem nehme ich manchmal die ein oder andere Anpassung vor, wenn ich sie brauche!

Ganz aktuell ist bei mir z.B. die MOVE Spalte, die zu Terminen und To do’s dazugekommen ist:

Ich hab gemerkt, dass ich dringend mehr Bewegung in meinen Alltag integrieren muss, zusätzlich zu meinem morgendlichen Workout. Und diese Bewegung halte ich in meiner Wochenübersicht fest: Ob ich jeden Tag meine 10.000 Schritte gelaufen bin und ob ich die kleine zusätzliche Challenge für jeden Tag erledigt habe!

Diese Spalte hatte ich jetzt einige Wochen, aber ich werde sie vermutlich nicht für immer behalten. Meistens brauche ich sowas nämlich vor allem am Anfang, wenn ich neue Gewohnheiten (wie z.B. die 10.000 Schritte am Tag) etablieren möchte.

Wenn ich das dann einige Wochen getrackt habe, läuft es meistens auch ohne ganz gut! Und wenn nicht, kann ich den Tracker ja jederzeit wieder einfügen.

In manchen Wochen lege ich außerdem einen konkreten Wochenfokus fest. Wenn ich arbeitsmäßig sehr viel zu tun habe, hilft mir das total, die Prioritäten entsprechend zu setzen. Das halte ich dann auch in meiner Wochenübersicht fest:

Du siehst: Das sind nur kleine Anpassungen, die mir aber im Alltag total helfen! Und deswegen würde ich auch nie wieder etwas anderes als das Bullet Journal System nutzen wollen. Ich liebe einfach diese Flexibilität.

Die Wochenübersicht: Das Herzstück meines Bullet Journals

Jetzt weißt du, warum die Wochenübersicht in meinem Bullet Journal absolut unverzichtbar ist – und wie genau ich sie benutze! Wenn du dazu noch Fragen hast, schreib sie sehr gerne in die Kommentare. Erzähl auch gerne, ob und wie du Wochenübersichten nutzt!

Wenn du gerade noch nicht das optimale Layout für dich gefunden hast, probier auf jeden Fall weiter aus und frag dich, was dir in einer Woche wirklich wichtig ist.

Und wenn du gar keine Wochenübersicht brauchst – auch okay :)
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