In den letzten Monaten sind sehr viele Bücher zum Thema Bullet Journal auf den Markt gekommen.

Einige davon möchten wir heute mal genauer unter die Lupe nehmen und dir zeigen, wie die Bücher aufgebaut sind und für wen sie besonders geeignet sind.

Wir finden es super, dass es mittlerweile wirklich einige Bücher rund ums Bullet Journal gibt! So können sicher noch mehr Leute vom Bullet Journaling erfahren und die Community in Deutschland wächst und wächst :)

Als Einführung ins Thema ist ein solches Buch auf jeden Fall super geeignet, egal, für welches du dich am Ende entscheidest. Oder vielleicht werden es auch direkt mehrere? Denn, so viel können wir schon mal verraten: Alle drei Bücher, die wir dir hier vorstellen, sind sehr unterschiedlich!

Anzeige // Disclaimer: Wir haben die Bücher, die wir dir in diesem Artikel vorstellen, als kostenlose PR-Samples erhalten. Das beeinflusst aber in keiner Weise unsere Meinung!

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1. Mein Bullet Diary selbstgemacht

Das erste, was auffällt, wenn man “Mein Bullet Diary” mit den anderen beiden Büchern vergleicht: Es ist groß! Im Gegensatz zu den anderen, die beide ein sehr handliches Format haben, wirkt es dadurch fast etwas sperrig. Als wir das Buch aufgeschlagen haben, ist uns direkt eine Sache aufgefallen: Der Leser wird gesiezt. Das kann man natürlich so machen, wir empfinden es allerdings eher als unpersönlich und für die Zielgruppe nicht ganz passend.

“Mein Bullet Diary” ist inhaltlich in drei Bereiche aufgeteilt: eine Einführung ins Thema, zahlreiche Anleitungen für Layouts und Übersichten im Bullet Journal (bzw. in diesem Fall Bullet Diary) und Vorlagen für die Layouts und einige Schriften.

Einführung ins Thema

Die Einführung ins Thema Bullet Journal ist ziemlich ausführlich und für komplette Einsteiger sehr gut geeignet, da die einzelnen Begriffe (wie Journal, dotted oder Index) genau erläutert werden. Darauf folgt eine Liste mit einigen Ideen für das passende Material.

Ein bisschen schade finden wir es, dass nur sehr wenig auf das originale Bullet Journal System von Ryder Carroll eingegangen wird. Wir finden es wichtig, erstmal die grundsätzliche Funktionsweise eines Bullet Journals zu verstehen, bevor es dann ans kreative Gestalten geht.

Anleitungen für konkrete Layouts im Bullet Journal

Damit geht es nämlich im zweiten Teil des Buches weiter: Es gibt 20 Anleitungen für Listen und Übersichten, die man ins Bullet Journal integrieren kann. Das Wort “Anleitungen” kannst du übrigens wörtlich nehmen: für jedes Layout gibt es eine Materialliste und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, nach der du dann die jeweilige Übersicht gestalten sollst bzw. kannst.

Vor allem die Gestaltung der ersten paar Seiten wirkt extrem starr (“Schlagen Sie Ihr Notizbuch auf Seite 7 auf”). Zwar steht immer dabei, dass die Layouts natürlich an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können, die genauen Angaben (teilweise sogar, was in welche Zeile geschrieben werden soll) geben gefühlt aber wenig Spielraum.

Wenn du ein absoluter Anfänger bist und noch keinerlei Berührungspunkte mit einem Bullet Journal hattest, kann diese Herangehensweise für dich hilfreich sein, weil du die Schritte genau befolgen kannst.

Nach den ersten Seiten gibt es dann noch einige Ideen für Layouts, aufgeteilt in fünf verschiedene Bereiche:

  • Bewusster leben/Achtsamkeit
  • Finanzen/Haushalt
  • Urlaub und Erinnerungen
  • Kontakte
  • Verschiedene Listen und Sammlungen

Auch hier gibt es für jedes Layout eine Materialliste und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sodass du die auf den Fotos gezeigten Layouts einfach nachmachen und in dein eigenes Bullet Journal übernehmen kannst.

Vorlagen und kreative Ideen

Der dritte Teil von “Mein Bullet Diary” beginnt mit einer Reihe an Fotos, die dir jede Menge Inspiration für dein eigenes Bullet Journal geben können. Anschließend findest du auf insgesamt 35 Seiten Vorlagen für die im zweiten Teil erklärten Layouts, verschiedene Schriften und zahlreiche Dekoelemente.

Die Idee, Vorlagen mit reinzunehmen, finden wir super! Gerade Anfänger können durch das Abpausen leichter ihre Unsicherheiten verlieren. Da das Buch aber so groß ist, sind leider auch die Vorlagen sehr groß – zu groß, zumindest für ein A5 Bullet Journal.

“Mein Bullet Diary”: Unser Gesamteindruck

Das Buch ist super schön gemacht, die Bilder sind sehr hochwertig und auch die Schriftart und -größe finden wir optisch wirklich gut. Absoluten Anfängern kann “Mein Bullet Diary” mit den genauen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und den Vorlagen auf jeden Fall helfen. Uns fehlt ein bisschen der Bezug zum originalen Bullet Journal System, aber wem es einfach um Gestaltungsideen für diverse Übersichten und Listen geht, für den ist “Mein Bullet Diary” genau das Richtige!

 

2. Bullet Journal: Das Praxisbuch

Wie oben schon erwähnt, hat das Bullet Journal Praxisbuch ein sehr handliches Format. Im Gegensatz zu “Mein Bullet Diary” gefällt uns hier die Aufmachung aber leider nicht so. Die Schrift wirkt wie fettgedruckt, was auf Dauer beim Lesen etwas anstrengend wird. Auch die Fotos sind nicht einheitlich und wirken nicht hochwertig gemacht.

Dadurch hatten wir zunächst leider keinen guten ersten Eindruck. Aber: Der Schein trügt! Inhaltlich hat das Bullet Journal Praxisbuch sehr viel zu bieten und hat uns vollends überzeugt.

Insgesamt ist das Buch in 11 Kapitel aufgeteilt. Los geht es mit der Einführung: Auf 60 Seiten wird das Grundsystem des Bullet Journals super ausführlich und verständlich erklärt. Hier steht also erstmal die Funktionalität im Vordergrund, was uns wirklich gut gefällt!

Erst praktisch, dann kreativ

Danach wird es dann kreativ: Es werden jede Menge Gestaltungselemente vorgestellt, die von Sketchnotes über Doodles bis hin zum Handlettering reichen. Hier kannst du dich wirklich sehr gut inspirieren lassen :)

Im nächsten Abschnitt werden dann noch mehr Module vorgestellt und erklärt, die du in deinem Bullet Journal nutzen kannst. Was uns hierbei gut gefallen hat: Es geht nicht nur um die Gestaltung dieser Module, sondern auch um den Hintergrund. So wird beim Habit Tracker nicht nur erklärt, wie du ihn nutzen kannst, sondern auch, wie du eigentlich Gewohnheiten etablieren kannst und worauf es dabei ankommt.

Außerdem wird gezeigt, wie du dein Bullet J0urnal als kreatives Tagebuch nutzen kannst. Ein extra Kapitel gibt es jeweils für das Thema Travel Journals, die Nutzung eines Farbcodes und Dekoelemente. Zu guter Letzt findest du im Bullet Journal Praxisbuch zahlreiche Account- und Hashtag-Empfehlungen, mit Hilfe derer du dich auf Instagram & Co. auf die Suche nach weiteren Inspirationen machen kannst.

Generell sind in vielen Kapiteln weiterführende Linktipps, zum Beispiel auf welchen Seiten du mehr zum Thema Handlettering lesen kannst und so weiter.

“Bullet Journal – Das Praxisbuch”: Unser Gesamteindruck

Gut, dass wir das Buch nach dem ersten Eindruck nicht direkt abgeschrieben haben! Inhaltlich hat uns das Praxisbuch vollends überzeugt, da es auch um die Funktionalität eines Bullet Journals geht. Das Buch ist daher für dich als Einsteiger geeignet, wenn du wirklich nach der Funktionsweise des Bullet Journals suchst und es dir nicht nur um die Gestaltung geht.

Du findest aber natürlich auch einige Ideen für die Gestaltung verschiedener Module. Gerade der Bereich Sketchnotes ist immer wieder präsent, da Diana eigentlich aus diesem Bereich kommt – hier findest du ihren Blog.

 

3. Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode

Das dritte Bullet Journal Buch, das wir dir hier vorstellen möchten, hat ein ähnlich handliches Format wie das Bullet Journal Praxisbuch und wirkt auf den ersten Blick sehr schön und liebevoll gemacht. Auch die Fotos sind sehr hochwertig und zeigen Jasmins persönliche Bullet Journals, die sie in den letzten Jahren geführt hat.

Inhaltlich findest du hier einen ganz anderen Ansatz als in den anderen Büchern. Los geht es nämlich nicht direkt mit einer Einführung ins Thema Bullet Journal, sondern ins Journaling allgemein. Was ist das eigentlich, wofür ist es gut, was habe ich davon, wie kann es mir helfen?

Im zweiten Kapitel werden dann zahlreiche Module vorgestellt, die du in deinem Bullet Journal nutzen kannst. Überall findest du viele Ideen, wie du die Layouts für deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst, zum Beispiel beim Future Log mit einem Farbcode oder Icons.

Uns gefällt dieser Ansatz, der die Individualität eines Bullet Journals sehr herausstellt, sehr gut. Es wird direkt klar, dass ein Bullet Journal kein starrer Kalender ist, sondern sich mit der Zeit immer weiter entwickelt und verändert.

Man merkt Jasmin an, dass sie selber schon viele Jahre ein Bullet Journal führt und bereits viele eigene Erfahrungen damit gemacht hat, auch im Hinblick auf die Bereiche Achtsamkeit und Selbstverwirklichung. Auch die Themen Ziele setzen und erreichen und Produktivität sind zwischendurch immer wieder sehr präsent, du erhältst hier viele Tipps, wie du vorgehen kannst und wie dein Bullet Journal dir dabei hilft.

Natürlich darf auch hier ein Kapitel für die kreative Gestaltung nicht fehlen. Sehr gut hat uns auch der Abschnitt zum Thema Fehler im Bullet Journal gefallen. Hier werden einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie du mit Fehlern umgehen und sie ausbessern kannst.

Zwei Dinge gibt es, die Jasmins Buch außerdem von den anderen abheben: Zum einen findest du hier auch sogenannte “DIY Projekte”, und zwar für den Einband deines Journals, einen Stiftehalter, Stempel und ein Ausmalbild. Außerdem gibt es ganz am Ende des Buches einen Selbsttest, mit dem du herausfinden kannst, welcher Journal-Stil zu dir passt.

“Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode”: Unser Gesamteindruck

Das Buch geht, im Gegensatz zu den anderen beiden, sehr in Richtung Achtsamkeit und Selbstverwirklichung. Wenn es dir also nicht nur um Planung von Terminen & Co. geht, sondern du ein bisschen tiefer gehen möchtest, wenn es ums Journaling geht, ist das Buch auf jeden Fall das Richtige für dich!

Fazit:

Auch wenn alle drei Bücher sich ums Bullet Journaling drehen, sind sie doch sehr unterschiedlich im Hinblick auf Umsetzung und Herangehensweise. So ist für jeden Geschmack, jedes Level und jedes Bedürfnis etwas dabei!

Hast du auch schon eines der Bücher gelesen? Wie gefällt es dir? Welche Art ist dein Favorit?