Ein Bullet Journal lässt sich ganz einfach und schnell in vier Schritten starten.

Das Bullet Journal System kann einen am Anfang allerdings auch etwas überfordern. Geht es dir auch so? Grundsätzlich gefällt dir das Prinzip, du würdest es gerne ausprobieren und dein erstes Bullet Journal starten. Aber du weißt überhaupt nicht, wo du jetzt anfangen sollst.

Du hast vielleicht bei YouTube schon Videos angeguckt und gesehen, wie toll einige Leute ihre Bullet Journals gestalten. Oder du hast bei Pinterest gestöbert und ungefähr eine Million Fotos gefunden, die dich total inspiriert haben.

Wir kriegen so oft Nachrichten oder lesen in unserer Community bei Facebook, dass Leute sich davon einschüchtern lassen und dann erst gar nicht anfangen, weil sie denken, man bräuchte eine besonders schöne Handschrift oder sonstige kreative Begabungen.

Daher jetzt das wichtigste mal direkt zu Beginn: Dem ist nicht so! Jeder, wirklich jeder, kann ein Bullet Journal starten. Wir schauen uns jetzt an, wie du den Start am besten meisterst :)

Wofür brauchst du dein Bullet Journal?

Bevor du dein Bullet Journal starten kannst, solltest du dir nämlich erstmal Gedanken machen, wofür du es überhaupt benutzen willst. Das System ist schließlich für alles geeignet, da du es so anpassen kannst, wie du möchtest – es sollte zu deinen Bedürfnissen passen.

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Lass dich hier gerne inspirieren von anderen! Gleichzeitig kannst du aber auch überlegen, in welchem Bereich im Alltag dir oft die Struktur oder der Überblick fehlt. Das sind dann die Bereiche, die du zu Beginn auf jeden Fall in dein Bullet Journal aufnehmen kannst.

Wichtig: Hier ist gar nichts in Stein gemeißelt!

Das ist ja das Schöne am Bullet Journal: Du kannst es jederzeit anpassen. Wenn sich deine Bedürfnisse ändern, kann sich ganz einfach auch dein Bullet Journal ändern.

Hier mal ein paar Beispiele, für was sich das Bullet Journal System hervorragend eignet:

  • ganz simpel: einen Überblick über alle Termine behalten und nichts vergessen
  • die Planung bestimmter Projekte, z.B. deiner Bachelor- oder Masterarbeit
  • die Terminplanung deiner ganzen Familie
  • neue Routinen aufbauen und tracken, ob du sie auch täglich einhältst
  • Essensplanung für jede Woche
  • einen neuen Putzplan für jeden Monat

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, das sind nur wenige Beispiele. Noch mehr Ideen findest du in unserer Masterliste mit 69 Bullet Journal Ideen!

Deiner Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt. Schreib am besten erstmal eine Liste, wofür du dein Bullet Journal benutzen willst. Das gibt dir später eine gute Orientierung und verschafft dir Klarheit!

Bullet Journal starten: Sammle im ersten Schritt deine Ideen

So sah meine Liste am Anfang aus. Einige Dinge davon habe ich ausprobiert und für gut befunden, für andere habe ich in meinem Bullet Journal eine Seite angelegt und danach nie benutzt. Schreib also einfach alles auf, was dir in den Kopf kommt! Nichts davon ist endgültig.

Ich habe die Liste direkt in mein Bullet Journal integriert, du kannst hierfür aber natürlich auch einfach einen losen Zettel nehmen, falls du noch nicht direkt im Notizbuch starten willst.

Schritt 1: Brainstorming

Folgende Fragen bieten dir bei deinem Brainstorming eine Hilfestellung.

  • In welchen Bereichen möchte ich meine Fortschritte oder Routinen regelmäßig festhalten? (z.B. allgemeine Gewohnheiten, Gesundheit/Fitness, einzelne Projekte, …)
  • In welchen Bereichen möchte ich mir Ziele setzen und die Erreichung der Ziele überprüfen? (z.B. Fitness, Finanzen, Business/Karriere, …)
  • Muss ich Termine und Ereignisse von mehreren Personen planen? (z.B. von dir und deinen Kindern)

Lass hier auch die Inspiration mit einfließen, die du dir bei Pinterest & Co. geholt hast. Deine Liste kann natürlich immer wieder ergänzt werden, falls dir noch etwas Neues einfällt. Jetzt hast du aber die Basis geschaffen! Theoretisch kannst du jetzt dein Bullet Journal starten.

Schritt 2: Starte mit den Basics

Glaub mir: Ich kann es sehr gut verstehen, wenn du sagst, dass du jetzt direkt richtig durchstarten willst. Seiten toll gestalten, die erste Monats- und Wochenübersicht, Habit Tracker, was halt so dazu gehört.

Trotzdem kann ich dir an dieser Stelle nur empfehlen, nochmal einen kleinen Schritt zurückzugehen.

Wir kriegen wahnsinnig viele Fragen, ob wir nicht mal Tipps geben können, wie man langfristig am Bullet Journal dranbleiben kann. Das ist so schade, weil das eigentlich überhaupt kein Problem sein sollte.

Was vielen nämlich gar nicht klar ist: Ein „Bullet Journal“ ist nicht einfach nur ein schön gestalteter Kalender. Es steckt ein richtiges System dahinter! Dieses System hat sich der US-Amerikaner Ryder Carroll ausgedacht.

Versteh mich bitte nicht falsch – in der Flut von wunderschönen Zitaten, Trackern und sonstigen Listen geht das originale System schnell mal unter. Es ist also gar kein Problem, wenn du davon bisher noch nichts mitbekommen hast.

Die Bullet Journal Methode von Ryder Carroll

Erfinder Ryder Carroll hat im November 2018 ein Buch rausgebracht, „Die Bullet Journal Methode“, in dem er das System von Grund auf erklärt. Also: Wie ist das Bullet Journal entstanden? Wie funktioniert die Methode und warum ist sie so hilfreich?

Meine Empfehlung an dieser Stelle: Bevor du richtig loslegst, lies das Buch. Man kann daraus übrigens nicht nur Tipps auf das Bullet Journal bezogen mitnehmen, sondern auch weit darüber hinaus :)

Eine ausführliche Review zum Buch findest du hier.

Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft
44 Bewertungen
Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft
  • Ryder Carroll
  • Herausgeber: Rowohlt Taschenbuch
  • Auflage Nr. 4 (06.11.2018)
  • Taschenbuch: 352 Seiten

Und jetzt kommen wir Schritt 2, wenn du ein Bullet Journal starten möchtest: Starte mit den Basics. So kannst du das System kennenlernen und sehen, wie sehr es dich im Alltag unterstützen kann.

Genauso empfiehlt es auch Ryder Carroll und wir können das an dieser Stelle nur an dich weitergeben. Wenn du das System dann verinnerlicht hast, kannst du im nächsten Schritt an die Individualisierung  gehen!

Schritt 3: Mach das Bullet Journal zu deinem eigenen

Im ersten Schritt hast du dir eine Liste angelegt mit all den Dingen, die du in deinem Bullet Journal ausprobieren möchtest. Vielleicht konntest du einige davon bereits im Zuge der Bullet Journal Collections anlegen?

Vielleicht hast du auch in den ersten Wochen und Monaten gemerkt, dass einige Teile des originalen Bullet Journal Systems für dich einfach nicht funktionieren oder du sie schlicht nicht brauchst. Theresa nutzt den Index beispielsweise gar nicht.

Das ist natürlich überhaupt kein Problem, denn jetzt geht es darum, dass du das Bullet Journal so anpasst, dass es wirklich zu dir und deinen Bedürfnissen passt!

Füge Tracker und Listen hinzu, probiere dich einfach aus, auch was die verschiedenen Designs angeht.

Denn das Großartige am Bullet Journal System ist, dass du es jederzeit anpassen und verändern kannst. Wenn du zum Beispiel deine Monatsübersicht September im klassischen Format gestaltet hast, also einfach die Tage untereinander geschrieben, und du merkst, das gefällt mir so nicht: Mache es im Oktober anders.

Es kann einige Wochen und Monate dauern, bis du das für dich perfekte System gefunden hast. Probiere so viel aus wie möglich, denn nur so kannst du herausfinden, was deinen Bedürfnissen am ehesten entspricht.

Bereite nicht zu viel im Voraus vor!

Das ist wahrscheinlich das Wichtigste, was wir dir in Sachen Bullet Journal starten mitgeben können. Viele Leute sind zu Beginn (verständlicherweise) so motiviert, dass sie bereits einige Monate im Voraus gestalten und vorplanen.

Das Problem an der Sache: Du nimmst dir damit die komplette Flexibilität, die das ganze Bullet Journal System ausmacht!

Du weißt schließlich noch nicht, welches Design bei Monats- oder Wochenübersichten für dich funktioniert. Was, wenn du in zwei Monaten dann doch eine andere Variante nutzen möchtest?

Mal ganz abgesehen davon, dass es auch beispielsweise immer Wochen gibt, in denen super viel los ist, nur damit dann in der Woche danach wieder gar nichts passiert.

So brauche ich teilweise für eine Woche vier oder sogar fünf Doppelseiten, während mir in anderen Wochen eine einzige Doppelseite reicht. Aber: Das weiß ich vorher nicht!

Ich würde mich daher total einschränken, wenn ich alles schon im Voraus gestalten würde.

Schritt 4: Werde so kreativ, wie du möchtest!

Und was ist mit der schönen Gestaltung, hast du dich vielleicht bisher gefragt – gehört die nicht auch zum Bullet Journaling dazu? Ja, das tut sie natürlich :)

Wenn du aber ausschließlich deswegen dein Bullet Journal starten möchtest, wird es dir wahrscheinlich so gehen wie zuvor erwähnt: Du wirst nicht sonderlich lange durchhalten. Denn die kreative Gestaltung kostet einfach Zeit und Zeit haben die wenigsten von uns.

Deswegen an dieser Stelle nochmal der Hinweis: Mache dich mit dem System vertraut, das hinter dem Bullet Journal steht. Wenn du da einen Weg gefunden hast, mit dem du dich besser organisieren oder auch deinen Alltag besser strukturieren kannst, dann geht es an den kreativen Teil :)

Denn natürlich kann das Bullet Journal auch ein wunderbarer Ort sein, um deine Kreativität auszuleben. Sich einfach mal Zeit für sich nehmen und kreativ werden, das tut so gut!

Wenn du anfangs noch unsicher bist, was beispielsweise schönes Schreiben angeht, nimm einfach ein altes Notizbuch, was du noch zuhause rumfliegen hast, oder auch nur ein Blatt Papier.

Und dann probiere dich aus! Übe dich ein bisschen im Überschriften schreiben, probiere verschiedene Schriftarten aus, was auch immer dir einfällt und wo du noch unsicher bist – bring es zu Papier.

Brauche ich zum Start schon bestimmtes Zubehör?

Nein, brauchst du nicht. Du kannst ein Bullet Journal in jedem Notizbuch führen, dass dir in die Hände kommt. Es muss keins von Leuchtturm1917 oder Moleskine sein, auch wenn diese sehr beliebt sind. Fang mit dem an, was dir am meisten zusagt!

Viele Leute aus unserer Community besorgen sich erstmal „Test Bullet Journals“, um hier auch auszuprobieren, welche Tracker, Listen und Übersichten sie überhaupt hilfreich finden. Nach einigen Wochen oder Monaten kristallisiert sich dann oft schon raus, was funktioniert und was nicht – und dann steht der Wechsel in hochwertigere, gegebenenfalls auch teurere Notizbücher an.

Wir nutzen seit Beginn an die Notizbücher von Leuchtturm1917 und können dir diese nur empfehlen!

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Mach dir hier auch noch nicht zu viele Gedanken über die Stifte, die du verwendest. Nimm entweder Stifte, die du schon hast (z.B. einfache Fineliner) oder kauf dir einen zum ausprobieren, z.B. den PITT Artist Pen von Faber Castell. Den benutzen wir normalerweise. Das reicht für den Anfang.

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Irgendwann wirst du dich sicher genug fühlen, richtig zu starten. Dann geht es richtig los! Alle unsere Zubehör Empfehlungen findest du übrigens auch hier in der Übersicht.

Bullet Journal starten ist kein Hexenwerk

Das flexible Bullet Journal System kann Fluch und Segen zugleich sein. Am Anfang bist du vielleicht etwas erschlagen, weil es unendlich viele Möglichkeiten gibt. Das ist total verständlich.

Du solltest dich davon aber auf keinen Fall abhalten lassen. Mach dich zu Beginn auf jeden Fall mit dem Grundsystem von Ryder Carroll vertraut. Im täglichen Gebrauch wirst du dann schnell merken, was gut für dich passt und was nicht.

Dann wird schnell klar, wie toll es ist, dass du alles jederzeit ändern kannst. Meistens genügen kleine Anpassungen, um das System auf deine Bedürfnisse zuzuschneiden.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Bullet Journal starten und dabei, das System für dich zu entdecken!

Falls du dir beim Start noch sehr unsicher bist, wirf doch einen Blick in den Punktkariert Shop. Du findest dort zahlreiche Monats- und Themenpakete mit Bullet Journal Vorlagen zum Ausdrucken und einem Guide, der dir Tipps für die Anwendung der Vorlagen gibt. So steht deinem Bullet Journal Start wirklich nichts mehr im Weg und du kannst direkt loslegen!

Wenn du noch konkrete Fragen zum Start hast, kannst du uns auch jederzeit eine Nachricht schreiben.

Unsere 5 wichtigsten Tipps, wenn du ein Bullet Journal starten möchtest, findest du übrigens auch hier im Video! Noch mehr Tipps und Inspiration gibt es auf unserem YouTube Kanal.

Ist dir das Bullet Journal starten leicht gefallen? Oder wusstest du am Anfang gar nicht, wo du anfangen sollst? Schreib es in die Kommentare! :)