„Planungsroutine“ – kein schönes Wort, oder? Finde ich auch nicht. Dabei steckt in dem Wort so viel drin.

Eine Planungsroutine ist meiner Meinung nach unerlässlich, wenn du dein Bullet Journal so nutzen möchtest, dass es dir wirklich hilft und deinen Alltag vereinfacht. In diesem Artikel möchte ich dir daher zeigen, warum auch du eine Planungsroutine entwickeln solltest.

Natürlich erhältst du auch einen Einblick in meine eigene Routine :)

Bevor wir richtig anfangen, möchte ich aber erstmal ein großes Vorurteil aus der Welt räumen. Ich höre immer wieder, wenn es ums Bullet Journaling geht: „Ein Bullet Journal ist so zeitaufwendig, das schaffe ich niemals!“

Ich glaube grundsätzlich, dass man immer Zeit findet, wenn man nur möchte. Es gibt so viele Dinge, die du verkürzen oder gar nicht machen müsstest. Und wenn es nur ist, dass du jeden Abend eine halbe Stunde weniger deine Netflix-Serie schaust. Du findest Zeit, wenn du es nur willst.

Mehr als eine halbe Stunde brauchst du nämlich normalerweise auch nicht. Ein Bullet Journal kostet bei weitem nicht so viel Zeit, wie man vielleicht denkt. Ich persönlich verbringe an ganz normalen Tagen unter der Woche ca. 15 Minuten mit meinem Bullet Journal.

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Wie genau ich diese Viertelstunde fülle, kannst du unten nachlesen, wenn ich dir meine Bullet Journal Planungsroutine vorstelle.

So, nachdem wie das dann jetzt geklärt hätten, können wir ja loslegen :)

Darum helfen dir Routinen im Alltag

Nicht nur eine Bullet Journal Planungsroutine vereinfacht deinen Alltag und hilft dir, stets den Überblick zu bewahren. Routinen sind generell eine großartige Sache!

Ich möchte hier jetzt nicht allzu detailliert darauf eingehen, warum Routinen und Gewohnheiten so hilfreich und wichtig sind. Wenn du ausführlich darüber lesen möchtest, lege ich dir dieses Buch ans Herz – ich kann es dir wirklich sehr empfehlen.

Ein sehr gutes Beispiel für eine hilfreiche Routine: die Morgenroutine. Wenn du eine solche etabliert hast, fällt dir der Start in den Tag viel leichter. Du weißt genau, was du nach und nach machst, um optimal in den Tag zu kommen, ohne, dass du groß darüber nachdenken musst. Damit sparst du dir viel Kraft für den Rest des Tages :)

Wenn du mehr über Morgenroutinen wissen möchtest, schau mal bei Marcus Meurer vom Life Hackz Podcast vorbei.

So könnte deine Bullet Journal Planungsroutine aussehen

Nach diesem theoretischen Einstieg werden wir jetzt mal praktisch. Planungsroutine ist wichtig, schön uns gut – aber wie genau kann eine solche denn aussehen?

Ich möchte dir hierzu ein konkretes Beispiel geben. Das habe ich mir auch nicht ausgedacht, sondern bei Liz von Productive & Pretty gefunden. Sie baut ihr Bullet Journal fest in jeden Sonntag ein und plant dann die kommende Woche.

Sie hat den Sonntag ausgewählt, um damit ihren „Sunday Blues“ zu umgehen. Die kommende Woche zu planen ist etwas, das ihr viel Spaß macht. Damit ist es eine optimale Beschäftigung für einen Sonntag, denn das kann davon ablenken, dass am nächsten Tag ja schon wieder Montag ist.

Liz fängt mit dem Planen auch direkt am Morgen an, wenn sie ihren Kaffee trinkt. Sie macht das jeden Sonntag so – es ist damit eine feste Routine. Außerdem geht sie dann immer in der gleichen Reihenfolge vor, was dazu führt, dass sie wirklich strukturiert arbeiten kann.

  1. Wochenübersicht für die kommende Woche malen/zeichnen
  2. Termine, Verabredungen usw. aus der Monatsübersicht übertragen
  3. Dafür noch anfallende To Do’s werden auf der zweiten Seite notiert
  4. Essensplanung für die gesamte Woche
  5. Daraus entsteht dann auch direkt die Einkaufsliste

Und das war es auch schon. Die Woche ist geplant und Liz geht anschließend direkt einkaufen, um sich danach anderen schönen Dingen widmen zu können.

Finde eine Routine, die zu dir passt

Es macht wahrscheinlich keinen Sinn, wenn du die Routine von Liz einfach so übernimmst. Du musst deine eigenen Abläufe entwickeln. Du kannst die oben genannten Schritte aber natürlich als Orientierung nehmen und dann Stück für Stück an deine eigenen Bedürfnisse anpassen.

Wichtig ist, dass du mit der Zeit feste Abläufe entwickelst. Plane wirklich Zeit zum Planen ein – zum Beispiel an einem festen Tag in der Woche. Wenn du das erstmal einige Wochen so machst, entwickelt sich die Routine ganz von alleine.

Woche schön und gut, wie sieht es mit der Tagesplanung aus?

Die Tagesplanung ist natürlich ein ganz essentieller Bestandteil in den meisten Bullet Journals. Früher oder später haben wir alle mal so viel um die Ohren, dass jeder Tag einzeln geplant werden will. Gerade dann, wenn es besonders stressig ist, kann eine Bullet Journal Planungsroutine dir eine gute Struktur geben.

Ich rate dir, jeden Tag immer erst am Abend vorher zu planen. Sonst kann alles sehr kompliziert werden. Bei mehreren Tagen im Voraus merkst du vielleicht, dass du zu wenig Platz frei gelassen hast, und dann musst du deine Planung auf einer anderen Seite fortführen. Ich denke, du wirst mir zustimmen, dass das nur wenig Sinn macht.

Erst am Abend vorher – am besten kurz vor dem Schlafen gehen –
macht es Sinn, den nächsten Tag zu planen.

Gehe auch hier Schritt für Schritt vor

Bei der Tagesplanung gilt genauso: entwickle einen Ablauf, der dir gefällt und der für dich passt. Ich möchte dir an dieser Stelle kurz meine eigene tägliche Bullet Journal Planungsroutine vorstellen, und dir zeigen, wie ich abends, bevor ich ins Bett gehe, plane.

Ich fange immer damit an, meine Monatsseiten auszufüllen. Dazu gehört mein Habit Tracker, mein Self Care Tracker und mein Dankbarkeitsjournal. Bei letzterem schreibe ich jeden Abend zwei Dinge auf, für die ich dankbar bin. Das sind entweder spezifische Dinge vom Tag selber oder auch generelle Sachen.

Dann notiere ich noch meine Ausgaben des Tages, falls es denn welche gab. Damit sind meine Monatsseiten abgeschlossen. Das kann sich aber auch mal anders gestalten, je nachdem, ob ich im jeweiligen Monat weitere Tracker usw. hinzunehme oder nicht. Aktuell sind es jedenfalls diese.

Als nächstes widme ich mich dann der tatsächlichen Tagesplanung. Dazu male ich zuerst den Header für den kommenden Tag, inklusive Wetter sowie Sonnenauf- und -untergangszeit. Das ganze kriegt dann noch ein bisschen Farbe :) dazu benutze ich meine Tombows.

Anschließend werfe ich einen Blick auf meine Wochenübersicht und trage alle Termine oder Verabredungen mit einem Kreis als Symbol ein.

Tagesübersicht im Bullet Journal mit Terminen und To Do's

To Do’s reflektieren und migrieren

Dann kommt der eigentlich wichtigste Punkt: die Migration. Ich gehe meine To Do’s des aktuellen Tages durch und schaue, was ich bereits erledigt habe. Diese Dinge hake ich dann ab, falls nicht eh schon geschehen.

Alle offenen Punkte gehe ich dann einzeln durch. Wenn das To Do immer noch aktuell und relevant ist, schreibe ich es für den nächsten Tag auf und markiere es im aktuellen Tag mit einem Pfeil. Alles, was nicht mehr wichtig ist (das kommt selten vor), wird durchgestrichen.

Dass Dinge nicht mehr relevant sind, merke ich normalerweise daran, dass ich sie schon einige Tage lang immer weiter vor mir her schiebe. Irgendwann mache ich mir dann bewusst, dass es dann wahrscheinlich doch nicht so wichtig war, und streiche es einfach raus.

Als letztes überlege ich dann noch, was am kommenden Tag darüber hinaus noch für To Do’s anfallen. Auch diese werden eingetragen und dann bin ich fertig :)

Dieser Prozess kostet mich normalerweise maximal 15 Minuten. Ich nehme mir diese Zeit sehr gerne direkt vor dem Schlafen gehen, um runter- und weg von sämtlichen Bildschirmen zu kommen. Danach widme ich mich übrigens noch meinem Some Lines a Day-Journal, um Erinnerungen an den Tag festzuhalten.

Natürlich gehört zum Bullet Journal mehr als nur Planen

Das Bullet Journal System umfasst selbstverständlich nicht nur das Planen selber. Die Erstellung von Sammlungen und Listen fällt für mich allerdings nicht unter die Kategorie Routine. Das ist eher die Kategorie kreative Zeit :)

Dafür lässt sich natürlich nur schwer eine Routine entwickeln, und das ist auch gut so. An manchen Tagen habe ich richtig Lust, Seiten zu gestalten und Listen zu erstellen. Dann nehme ich mir die Zeit dafür.

Manchmal aber bin ich dazu einfach nicht in der Stimmung. Dann kann es schon mal vorkommen, dass mehrere Seiten hintereinander nur Wochen- und Tagesübersichten zu finden sind. Aber das ist völlig okay so, und da merkt man auch mal wieder, wie großartig flexibel so ein Bullet Journal ist.

Eine Bullet Journal Planungsroutine als Produktivitätsboost

Du hast es sicher schon gemerkt: ich bin ein großer Fan von Routinen. Deswegen empfehle ich dir auch, selber eine Planungsroutine zu entwickeln. Das wird nicht von heute auf morgen gehen. Gib dem ganzen Prozess also ein bisschen Zeit, ich bin sicher, du wirst dich über die Benefits sehr freuen.

Ein Vorteil an einer Bullet Journal Planungsroutine: du gibst dir selbst eine Struktur.

Und das ist das beste Produktivitätstool, das es gibt :)

Du weißt ganz genau, wann du dich hinsetzen musst (in Anführungszeichen, schließlich musst du hier gar nichts), um zu planen, ohne groß darüber nachzudenken. Und wenn du abends vorher den nächsten Tag geplant hast, wirst du dir dafür am Morgen sehr dankbar sein.

Denn du weißt genau, was du jetzt zu tun hast und wann du wo sein musst. Du kannst direkt morgens damit starten, deine To Do’s abzuarbeiten, ohne vorher viel Konzentration auf die Planung zu verschwenden.

Probier’s mal aus, es ist wirklich toll, wenn man morgens direkt durchstarten kann (Theresa wird mir an dieser Stelle jetzt vermutlich wiedersprechen, aber es kann ja auch nicht jeder ein Morgenmensch sein).

Hast du schon eine Bullet Journal Planungsroutine oder findest du sowas unnötig? Oder benutzt du dein Bullet Journal gar nicht so sehr zum Planen sondern mehr für Notizen oder als Malbuch? Schreib es gerne in die Kommentare!
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