Puh, es ist eine ganze Weile her, dass ich hier das letzte Mal an einem Blogartikel geschrieben habe – das war im Dezember 2019, als wir unsere Bullet Journal Setups für 2020 vorgestellt haben.

(Damals, als die Welt noch in Ordnung war.)

Im Newsletter hatten wir es angekündigt: Wir machen erstmal eine Pause. Wir haben das bewusst „Pause“ genannt und nicht „Ende“, weil wir absolut nicht wussten, wie es dieses Jahr weitergehen würde – und es hat auch ein bisschen gedauert, das herauszufinden.

Denn wir wissen ja alle, wie das 2020 so war mit den Plänen, die man gemacht hat. Nix war damit. Ich bin Mitte Januar nach Asien geflogen und hatte eigentlich vor, erstmal eine längere Zeit zu reisen – gut, zwei Monate später war ich dann halt wieder in Deutschland.

Und so ging das Jahr irgendwie auf und ab, vieles war sehr unsicher (und ist es nach wie vor), und das hat auch dazu geführt, dass wir doch länger als gedacht gebraucht haben, um herauszufinden, was mit Punktkariert eigentlich passieren soll.

Wie geht’s hier weiter?

Klar ist gerade vor allem eins: Es wird hier auf jeden Fall in irgendeiner Form weitergehen, denn zum einen ist Bullet Journaling immer noch ein wichtiger Teil unseres Lebens (mehr dazu gleich), und zum anderen wollen wir unser Baby hier irgendwie nicht einfach aufgeben :)

Die Tatsache, dass wir dann mal einen Blick in die Statistiken geworfen und gesehen haben, wie viele Leute immer noch jeden Tag hier auf der Seite unterwegs sind, hat das nur noch bestärkt.

Auf der anderen Seite ist gerade noch etwas offen, wie genau es denn weitergeht. Wir haben schon fast 150 Blogartikel rund ums Bullet Journal veröffentlicht, mit vielen Ideen und Tipps – es gibt also schon einiges zu lesen, und wir müssen mal noch schauen, in welche Richtung es inhaltlich gehen könnte.

Wenn du selber Ideen, Fragen oder Wünsche hast, was du gerne mal von uns lesen möchtest, schreib’s gerne in die Kommentare!

Ansonsten werden wir hier in den nächsten Monaten einfach mal ein bisschen aufräumen und vieles auf den aktuellen Stand bringen.

Mein Bullet Journal in 2020

Anfang 2019 habe ich einen Artikel veröffentlicht, in dem ich darüber geschrieben habe, wie ich nach zwei Jahren Bullet Journaling auf einmal irgendwie nicht mehr so glücklich war mit meinem Journal – und wie ich daraufhin einmal komplett back to the roots gegangen bin:

Neues Notizbuch, ein schwarzer Stift, und den Fokus auf das Wesentliche! Kein anderer Artikel hier auf der Seite hat so viel Feedback bekommen wie dieser, was mich bis heute sehr freut. Hier kannst du den Artikel nochmal lesen.

Und tatsächlich war das auch rückblickend ein kleiner Wendepunkt für mich, denn ich führe mein Bullet Journal nach wie vor recht minimalistisch.

Es gibt keine aufwendig gestalteten Seiten und relativ wenig Farbe – und das ist genau das Richtige für mich. Ich dachte, ich geb dir mal einen kleinen Einblick, wie mein Bullet Journal 2020 bisher so aussah!

Future Log für Erinnerungen

In meinem Setup für 2020 habe ich es kurz erwähnt: Da ich den Future Log eh nicht als Kalender nutze (den hab ich digital), wollte ich es mal ausprobieren, die Übersicht eher rückwirkend zu füllen, mit allem was so passiert ist.

Und genau so habe ich es auch die ganze erste Jahreshälfte gemacht:

Zwei Monate habe ich wie gesagt in Asien verbracht und in dieser Zeit besondere Ausflüge und Erlebnisse festgehalten. Ab März wird es dann natürlich weniger, denn in der Zeit ist bei mir einfach nicht viel passiert (mal abgesehen von puzzeln und Zoom-Meetings).

Das hat also für mich sehr gut funktioniert – meistens habe ich am Ende der Woche eingetragen, was so passiert ist, und dann Ende des Monats nochmal drübergeschaut, ob es noch etwas gab, was ich gerne in Erinnerung behalten möchte.

Organisation im Alltag

Gerade, was meine Arbeit angeht, wüsste ich überhaupt nicht, wie ich ohne Bullet Journal klarkommen würde. Ich bin selbstständig und auch, wenn ich viele digitale Tools nutze, um Dinge zu planen und mich zu organisieren – im Alltag ist das Bullet Journal mein wichtigstes Tool.

To do’s für eigene Projekte und für Kund*innen hab ich nach wie vor in meinen Monats-, Wochen- und Tagesübersichten – hier fange ich mit der Planung an, und manche Sachen wandern dann quasi von dort in Evernote & Co.

Das Design meiner Wochenübersicht ist übrigens seit Jahren das gleiche:

Wenn ich eine Idee habe für ein neues Produkt bzw. Angebot oder auch wenn ich z.B. meine Webseite überarbeiten möchte: Erste Konzepte und Brainstormings mache ich immer im Bullet Journal.

Das hat für mich zwei Gründe:

  • mit Stift auf Papier zu schreiben finde ich nach wie vor am hilfreichsten, wenn es darum geht, Gedanken zu sortieren und wirklich in Worte zu fassen
  • über den Index finde ich trotzdem alles sofort wieder, wenn ich es brauche

Halten wir also fest: Ohne Bullet Journal geht bei mir im Alltag nix. In einem extra Artikel hab ich auch noch mehr über meine Selbstständigkeit und das Bullet Journal geschrieben.

Zitate & Co.

Zwischen dem ganzen schwarz-auf-weiß-Organisationskram finden sich dieses Jahr doch auch einige Zitate. Es ist einfach ein verrücktes Jahr, und irgendwie hat ja jeder so seine Corona-Geschichte.

Ich habe etwas gebraucht, um das zu verarbeiten, dass ich so viel früher als geplant wieder von der Reise zurück in Deutschland war und das Jahr einfach so komplett anders verläuft, als ich im Januar und Februar noch dachte.

Aber auch völlig unabhängig von Corona hab ich gerade durch meine Selbstständigkeit regelmäßig ziemliche Höhen und Tiefen. Was mir da immer hilft: Zitate! Durch Worte von anderen Menschen hab ich einfach oft das Gefühl, dass es noch andere Leute auf der Welt gibt, die vielleicht was ähnliches durchmachen.

Also sind in meinem Bullet Journal dieses Jahr auch einige Zitate gelandet:

Für sowas nehme ich mir dann z.B. mal am Wochenende oder abends Zeit – so ganz normal im Alltag hätte ich im Moment überhaupt keinen Nerv dafür, Seiten aufwendiger zu gestalten.

Monatliche Reviews

Nicht neu in meinem Bullet Journal, aber nach wie vor so wichtig und hilfreich für mich sind meine monatlichen Reviews. Seit Januar 2019 mache ich das tatsächlich jeden Monat, dass ich mir dafür echt Zeit nehme, mir einige Fragen stelle und dann einfach drauflos schreibe.

Besonders 2020, wo mal wieder sehr viel Weiterentwicklung und „processing“ bei mir stattgefunden hat und auch immer noch stattfindet, tut mir das wahnsinnig gut.

Fragen stellen und losschreiben ist übrigens ein gutes Stichwort: Ich habe dieses Jahr auch sehr zum Journaling generell gefunden, unabhängig von dem, was in meinem Bullet Journal passiert.

Das aber erstmal für dich als kleinen Einblick, als Update und Lebenszeichen – wir erwecken Punktkariert wieder zum Leben und freuen uns, wenn du dabei bist. :)

Wie hast du dein Bullet Journal 2020 genutzt? Gab es bei dir durch die besondere Situation Änderungen, was das Journaling angeht, oder war alles wie immer? Erzähl gerne in den Kommentaren von deinen Erfahrungen!

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