Ist das hier wirklich ein neuer Blogartikel oder tut er nur so? Ja, wir bringen tatsächlich endlich wieder etwas Leben in diesen Blog!

Vielleicht kennst du solche Phasen, in denen du hochmotiviert ans Werk gehst, weil du viele tolle Ideen hast, und am Ende schaffst du vielleicht gerade mal die Hälfte. Weil die Zeit für mehr einfach nicht reicht.

Genauso war bei uns die Vorweihnachtszeit. Neben Adventskalender und nicht enden wollenden Vorbereitungen für die Punktkariert Akademie (für die du dich immer noch hier anmelden kannst) blieb einfach keine Zeit und vor allem auch kein Fokus für neue Blogartikel.

Also haben wir das auf’s neue Jahr verschoben und hier sind wir nun!

(Vielleicht ist dir auch gar nicht aufgefallen, dass es länger nichts Neues gab, weil du selber jeden Tag nur in den Adventskalender geschaut hast – das wäre umso besser)

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Die letzten zwei Monate von 2018 ist unheimlich viel passiert und diese Zeit hat in mir auch sehr viel ausgelöst. Was genau das war und was das vor allem mit meinem Bullet Journal zu tun hat, darüber möchte ich gerne in diesem Artikel ein bisschen mit dir sprechen!

Das Bullet Journal System nach Ryder Carroll

…war das Thema des allerersten Blogartikels, den wir vor mittlerweile fast zwei Jahren, im Februar 2017, auf Punktkariert veröffentlicht haben!

Es erschien uns einfach wie der logische Start, erstmal das Grundsystem zu erklären, welche Module es beinhaltet und was es ausmacht.

Denn das war auch mein erster Schritt, als ich – durch Theresa übrigens – auf’s Bullet Journaling gestoßen bin: Ich habe mir erstmal angeschaut, was das überhaupt ist und wie es funktioniert.

Dann bin ich allerdings recht schnell zu Pinterest übergelaufen, habe mich an den Bildern orientiert, die ich dort gefunden habe und die mir gefallen haben. Das Originalsystem habe ich dann schnell hinter mir gelassen (mal abgesehen vielleicht vom Index).

So machen es am Anfang wahrscheinlich viele (nur dass mittlerweile viele Leute zu Beginn hier bei uns auf dem Blog landen, wenn sie nach Bullet Journaling suchen, was mich jedes Mal unheimlich freut!).

Jedenfalls hat das für mich sehr gut funktioniert: Ich habe viel ausprobiert und schnell gemerkt, was mir hilft und was ich gar nicht benutze.

Mein System hat funktioniert!

Anfang 2018 hatte ich dann „mein“ System gefunden. Ich wusste genau, was ich jede Woche brauchte, um mich zu organisieren und den Überblick über sämtliche Projekte, To Do’s und neue Ideen zu behalten.

Bullet Journal Wochenübersicht August 2018

Dieses System war nie sonderlich aufwendig, allein schon weil ich künstlerisch nicht sonderlich begabt bin (mal abgesehen davon, dass es mir die Zeit einfach nicht wert war, jede Woche eine halbe Ewigkeit damit zu verbringen, mein Journal schön zu gestalten).

Ich habe mich auf schöne Überschriften beschränkt und dadurch meine Lettering-Skills um einiges verbessern können. Hier und da ein bisschen Farbe, das hat mir gereicht!

Irgendetwas war anders

Irgendwann, ich würde sagen es war so im September, habe ich dann aber festgestellt, dass sich etwas verändert hat. Was vorher viele Monate so gut für mich funktioniert hat, hat mich genervt.

Ich habe beispielsweise meine Wochenübersichten genauso gemacht, wie das ganze Jahr vorher auch, aber sie dann nicht mehr benutzt. Ganz zu schweigen von meinen Tagesübersichten, die sonst immer so wichtig für mich waren, um klar und strukturiert durch vollgepackte Tage zu kommen.

Teilweise habe ich tagelang keinen Blick in mein Bullet Journal geworfen – das hatte ich sonst in über zwei Jahren nie so.

Und das hat mir schon irgendwie zu denken gegeben, denn immerhin verbringe ich durch Punktkariert sehr viel Zeit jede Woche mit dem Thema. Irgendwie blöd, wenn man dann auf einmal das Gefühl hat, das passt nicht mehr zu mir.

Ist das nicht nur ein Notizbuch?

Das fragst du dich jetzt gerade vielleicht. Warum mache ich mir da überhaupt so viele Gedanken drüber? Es ist doch nur ein Notizbuch, in den Augen vieler vielleicht ein kleines Kunstwerk, also warum der Stress.

Aber nein, ich kann dir eines ganz klar sagen: Es ist für mich nicht nur ein Notizbuch, das ich irgendwie schön gestalte und in das ich ein paar Termine reinschreibe.

Meine Bullet Journals dokumentieren mein Leben seit September 2016, und in dieser Zeit ist so wahnsinnig viel passiert, dass ich es manchmal selber kaum glauben kann.

Ich habe mich extrem weiterentwickelt, vieles, das vorher da war, ist es jetzt nicht mehr, anderes ist dazu gekommen – und dieser ganze Prozess ist in meinen Journals verewigt.

Eine Buchveröffentlichung zur richtigen Zeit

Im September 2018 hat meine kleine Krise also angefangen. Richtig extrem wurde es dann im Oktober, in dem ich mein Bullet Journal kaum noch genutzt habe.

Aber als hätte es das Universum so geplant, war der Oktober auch der Monat, in dem „Die Bullet Journal Methode“ von Ryder Carroll erschienen ist (zumindest die englische Variante, die wir bereits einige Zeit vorher vorbestellt hatten).

Ryder Carroll: Die Bullet Journal Methode

Dieses Buch hat mir dann einiges klar gemacht. Falls du es schon gelesen hast, ging es dir vielleicht auch so; zumindest habe ich schon von vielen gelesen, dass es bei ihnen so war.

Falls du es noch nicht gelesen hast: Tu es. Ehrlich jetzt. 

Das Universum hat dann auch gleich noch eine kleine Bestätigung hinterher geschickt: Im November wurden wir nämlich vom Rowohlt Verlag, der das Buch auf Deutsch herausgebracht hat, zu einem kleinen Workshop eingeladen – mit Ryder Carroll persönlich, der gerade auf Buchtour durch ganz Europa war und auch einen kleinen Abstecher nach Berlin gemacht hat.

„Die Bullet Journal Methode“ zu lesen hat mir klar gemacht, dass mir vor allem eins gefehlt hat: Die Bedeutung und irgendwie auch der Sinn hinter dem, was ich da jeden Tag in meinem Bullet Journal gemacht habe.

Ich habe sämtliche Übersichten so gestaltet, wie ich das eben monatelang getan habe, aber ohne mal zu hinterfragen, warum ich das eigentlich so mache und ob mich das weiterbringt.

Denn das ist einfach der zentrale Punkt beim Bullet Journaling, und der ist mir so viel klarer geworden, nachdem ich das Buch gelesen habe.

Es geht nicht um ein schönes Notizbuch

Es geht nicht darum, ein schönes Notizbuch zu haben, in das man Stunden an Arbeit investiert, nur weil man das auf Pinterest so gesehen hat.

Dein Bullet Journal sollte ein Werkzeug sein, das dich jeden Tag unterstützt bei dem, was du tust.

Dann fällt dir das Dranbleiben nämlich auch nicht schwer. Wir kriegen so viele Nachrichten oder lesen es in unserer Community, dass Leute Probleme haben, dranzubleiben, nachdem sie hochmotiviert damit starten, die ersten schönen Seiten zu gestalten.

Und meiner Meinung nach liegt der springende Punkt genau darin, dass viele Leute das nur aus dem Grund machen, weil sie es schön finden.

Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass du dein Bullet Journal nicht schön gestalten darfst oder sollst – mach das so, wie es dir gefällt. Wichtig ist nur, dass du es bewusst tust, weil es dich weiterbringt. Wenn diese Kreativzeit jede Woche deine Zeit ist, in der du etwas nur für dich tust, weil es dir gut tut, dann go for it.

Wenn du es aber machst, weil es schön aussehen soll, damit du es auf Instagram posten kannst, solltest du es vielleicht mal hinterfragen.

Zurück zu den Basics

Im Oktober habe ich also für mich entschieden, dass ich etwas Neues brauche. Ich habe sämtliche Stifte, die ich über Jahre benutzt habe, in Schubladen gepackt und einen ganz normalen Kugelschreiber genommen.

Und das hat SO gut getan!

Ich habe damit übrigens wirklich mitten im Monat angefangen. Die nächste Seite aufgeschlagen und bei der neuen Wochenübersicht mal so gar nicht darauf geachtet, ob die Linien jetzt gerade sind und gleich lang und so weiter.

Einfach mal gemacht. Das war wirklich ein gutes Gefühl.

Den Rest des Jahres bin ich dann bei meinem Kugelschreiber geblieben, habe mich zum Beispiel auch bei der Dezember Monatsübersicht genau an das Originalsystem gehalten: Links die Liste mit Terminen, rechts die Liste mit allen Projekten und To Do’s für den Monat.

Mein aktuelles Bullet Journal Setup

Ich habe jetzt mehr und mehr das Gefühl, wirklich an den Kern des Bullet Journal Systems herangekommen zu sein. Ich hinterfrage mehr das, was ich da eigentlich tue, und gehe gefühlt deutlich bewusster an die Sache heran.

Und ja, das hat auch meiner Produktivität einen Schub gegeben. Der Dezember war wirklich vollgepackt bis oben hin mit To Do’s, und zudem war ich auch relativ viel kurz vor Weihnachten unterwegs.

Aber ich habe es geschafft, alle Aufgaben zu erledigen – und zwar nicht in letzter Minute, sondern mit großem Zeitpuffer.

Jetzt will ich dir aber noch ein paar Einblicke in mein neues Bullet Journal geben, das ich im Januar gestartet habe. Ich habe ein neues Notizbuch begonnen, obwohl das alte nicht annähernd voll war – aber es hat sich einfach richtig angefühlt, nachdem ich jetzt auch mein System so verändert habe.

Der Stift, den ich seitdem benutze, ist übrigens der Tombow MONO Drawing Pen.

Die ersten Seiten

Ich habe auch in diesem Notizbuch wieder ein Deckblatt, anders als sonst hat es mich allerdings keine halbe Stunde gekostet, sondern eher so zwei Minuten :)

Auch der Future Log für die nächsten vier Monate (okay, den Januar reinzunehmen war Quatsch, ist mir aber leider zu spät aufgefallen) ist sehr minimalistisch ausgefallen.

Meine Ziele für 2019 habe ich dieses Mal in einer Level 10 Life Übersicht festgehalten. Hierzu folgt zeitnah ein extra Blogartikel, deswegen gehe ich jetzt nicht genauer darauf ein.

Januar Monats- und Wochenübersicht

Bei der Monatsübersicht habe ich mich auch wieder am Originalsystem orientiert, weil das im Dezember sehr gut für mich funktioniert hat.

Das einzige, was sich so gut wie gar nicht verändert hat, ist meine Wochenübersicht. Hier bin ich beim für mich bewährten Design geblieben, nur das jetzt die Farbe weggefallen ist.

Fazit: Hinterfrag doch mal, was du so machst!

Puh, das war jetzt aber ein ganz schön langer Blogartikel zum Wiedereinstieg. Zum Schluss möchte ich dir gerne noch zwei Sachen mitgeben.

Erstens: Lies das Buch von Ryder Carroll. Du musst danach nicht alles umschmeißen so wie ich, aber vielleicht hilft es dir, das Bullet Journal System und alles, was dahintersteckt, besser zu verstehen. Das ist nämlich echt eine ganze Menge.

Zweitens: Hast du deine Art, dein Bullet Journal zu führen, schon mal hinterfragt? Also dich einfach mal gefragt, warum du gewisse Designs verwendest oder warum du keine Tagesübersichten benutzt.

Das würde mich einfach mal interessieren! Und vor allem, was dabei herauskommt, wenn du es tust. Ganz wichtig: Hier gibt es natürlich kein richtig oder falsch.

Wenn du magst, schreib doch gerne hier in die Kommentare, was du darüber denkst; ich würde mich freuen und bin gespannt!