Vorhang auf für unser drittes Community Interview!

Neues Jahr, neue Blogartikel – und zwar ganz Besondere! Seit Januar gibt es jeden Monat ein Interview hier auf dem Blog, und zwar mit einem Mitglied unserer Community. Die Bullet Journal Welt ist einfach so vielfältig, dass wir unmöglich zu zweit alles abdecken können. Also haben wir uns überlegt, auch mal jemand anderen zu Wort kommen zu lassen, und wer eignet sich da besser, als unsere Community!

Im März ist Heike an der Reihe!

Das klassische, minimalistische Bullet Journal System umfasst nur Index, Future Log, Monats- und Tagesübersicht. Wie nah ist dein eigenes Bullet Journal an diesem System? Welche zusätzlichen Module nutzt du?

Ich habe ja erst im Januar begonnen, bin also praktisch noch in der Testphase. Index, Future Log, Monats- und Tagesübersicht gibt es bei mir. Wobei ich jetzt schon weiß, dass mein Future Log im nächsten BuJo anders aussehen wird. Ich habe es wie einen Kalender gestaltet und das gefällt mir nicht. Ich habe mir ein extra BuJo für meinen Blog gemacht, die Variante, die ich dort nutze, gefällt mir besser.

Viele Listen und Tracker habe ich nicht. Ich habe Diabetes und esse, arbeitsbedingt, sehr unregelmäßig. Also habe ich mir einen Tracker gemacht, in dem ich die Zeiten festhalte, zu denen ich esse. Außerdem gibt es täglich ein Kreuzchen, wenn ich 8 Stunden geschlafen, mindestens 1,5 l getrunken, nichts Süßes gegessen, gelesen und auf meinem Blog gepostet habe.

Und, natürlich für einen Bücherjunkie ganz wichtig, es gibt eine Leseliste. Ich lese wirklich viel und führe die Liste deshalb monatlich.

„Es ist zu einem Ritual geworden!“

Bereitest du schon Wochen oder Monate im Voraus vor oder immer erst am Wochen-/Monatsende? Warum machst du das so?

Ich bereite meine nächste Woche immer am Sonntag vor. Ich finde es sehr entspannend. Kleben, Zeichnen, stempeln. Es ist zu einem Ritual geworden.

Was sind für dich die größten Vorteile eines Bullet Journals?

Ich bin ein Listenschreiber. Überall lag ein Zettel mit einer Liste, was zur Folge hatte, dass ich ständig eine neue gemacht habe, weil die andere irgendwo rumschwirrte. Jetzt bin ich viel organisierter. Alles an einem Platz. Das hat sich bei meinem Blog aber mehr bemerkbar gemacht als im Privatleben.

„Ich habe entdeckt, dass es mit Abpausen ganz gut klappt“

Was für ein Notizbuch und welche Stifte benutzt du? Nutzt du auch zusätzliches Zubehör wie Stempel oder Washi Tape?

Für meinen Blog nutze ich ein Lemome und privat das Bullet Journal von Leuchtturm. Wobei mir das Papier vom Lemome nicht so gut gefällt, ich finde es zu glatt. Ich denke, ich werde in Zukunft beim Leuchtturm bleiben.

Zum Schreiben nutze ich einen Stift von Pentel. Ganz einfacher Stift, hat mir die Dame von McPaper empfohlen.

Wie es so mit neuen Dingen ist. Man will einiges haben, probiert viel aus. Ich habe mir ein paar Stempel besorgt und besitze eine große Washi-Sammlung. Zeichnerisch bin ich nicht sehr gut, aber ich habe entdeckt, dass es mit Abpausen ganz gut klappt.

Welche Bereiche deines Lebens organisierst du mit deinem Bullet Journal?

Privat: meine Arbeitszeiten, Arzttermine, Termine der Kinder und vom Mann. Auch wenn zwei Kinder schon studieren, ist da der eine oder andere Termin, an den ich denken muss. Ich mache mir eine To Do Liste. Alles übersichtlich. Wird abgehakt. Erledigt. Steht etwas wichtiges an, habe ich hier auch die Planung im Blick, Geburtstage oder Feiertage zum Beispiel.

Blog: Meinen Future Log nutze ich zwar auch für Termine, die anstehen, aber dort trage ich auch ein, wann ich welchen Beitrag gepostet habe. Meine Rezensionsexemplare habe ich in einer Liste auch im Blick., wann welche Rezension fällig ist. Das ist auch wichtig, wenn ein Buch erst später erscheint und ich vorher nichts darüber sagen darf. Hier habe ich keinen wirklichen Kalender. Ich schreibe für jeden Monat auf, was ich für den Blog erledigen muss. Es gibt Seiten für die Messeplanung und für die Planung von Blogbeiträgen.

Du meintest, dass du ein zweites Bullet Journal zur Blogplanung führst. Warum nutzt du dafür ein extra Journal? Welche Übersichten und Tracker führst du darin?

Ich habe tatsächlich überlegt, alles in einem Buch zu machen, mich dann aber dagegen entschieden. Mit dieser Entscheidung bin ich ganz zufrieden. Ich denke, es wäre sonst zu unübersichtlich geworden. Mein BuJo für den Blog ist eher ein Notizbuch als ein Kalender. Meine Rezensionsexemplare habe ich hier im Blick. Ich mache außerdem bei der Skoutz Challenge mit und habe hier meine Liste über die gelesenen Bücher.

Jeden Monat stelle ich ein besonderes Kinderbuch vor. Die Planung dafür habe ich jetzt auch übersichtlich zusammen und nicht auf vielen verschiedenen Zetteln. Es gibt eine Liste für Dinge, die ich am Blog noch ändern oder bearbeiten will. Blogbeiträge und Interviews sind hier auch drin. Ich besuche verschiedene Buchmessen und habe jetzt eine Übersicht für die Planung, was vorher öfter mal im Chaos endete. Außerdem kann ich hier jetzt aufschreiben, wenn ich eine Idee für einen Beitrag habe. Das kam früher auf einen Zettel und war dann öfter verschwunden.

„Ich hätte es viel früher machen sollen!“

Welchen Tipp würdest du anderen geben, die noch unsicher sind, ob ein Bullet Journal das richtige für sie ist und wie sie am besten anfangen sollten?

Einfach anfangen. Nicht drüber nachdenken. Ausprobieren. Wenn es nicht gefällt, macht man es einfach anders.

Ich habe mir vorher eine Liste gemacht. Wer hätte das gedacht? Was möchte ich? Was brauche ich? Habe mich auf Pinterest und Facebook umgesehen und dann einfach losgelegt. Ich hätte es viel früher machen sollen.

Danke für das Interview, Heike! Spannend, diese Variante mit zwei Bullet Journals.

Heikes Bücherblog findet ihr hier.

Was hältst du davon, ein eigenes Bullet Journal für einen bestimmten Bereich (z.B. die Arbeit) zu führen? Machst du es vielleicht sogar selber? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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