Wieder ein Jahr vorbei und wieder eine Reading Challenge vorbei! 2020 gab es bereits die dritte Punktkariert Reading Challenge. Wir haben auch schon viele Fragen bekommen, ob es 2021 wieder eine gibt – klaro!

Vorher wollen wir dir aber noch zeigen, was wir dieses Jahr gelesen haben und ob wir es endlich mal geschafft haben, die Challenge erfolgreich zu beenden.

Und falls du gerade keine Ahnung hast, worüber wir reden und warum es hier auf einmal um Bücher geht: Berechtigte Frage.

So kam es zur Punktkariert Reading Challenge

2016 waren wir mit ein paar Freunden über Silvester in Holland (damals, als man noch problemlos mit anderen Menschen in andere Länder konnte. Good old times). Zu dritt haben wir uns dort eine eigene Reading Challenge für 2017 überlegt.

Das war tatsächlich nur für uns, Punktkariert gab es zu dem Zeitpunkt auch noch gar nicht.

Keine von uns dreien hat die Challenge erfolgreich beendet, aber wir fanden’s trotzdem ziemlich cool und haben auch für 2018 wieder eine ins Leben gerufen – und dachten uns: Komm, wir teilen die einfach auch mal bei Punktkariert, vielleicht macht ja noch jemand mit!

Dass so viel positives Feedback dazu kommen würde, damit hatten wir allerdings nicht gerechnet. Hat uns aber mega gefreut und seitdem gibt es jedes Jahr wieder eine neue Reading Challenge – natürlich auch für 2021!

So lief die Challenge 2020 für uns

Bevor wir zur neuen Challenge kommen, schauen wir aber nochmal zurück auf dieses Jahr. Da wir Punktkariert den Großteil des Jahres haben ruhen lassen, gab es keine Zwischenfazits für jedes Quartal.

Deswegen haben wir uns entschieden, dir jetzt unsere Highlights vorzustellen!

Lea

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe 2020 zwar viel gelesen, mehr als in den letzten Jahren, aber fast gar nicht nach der Reading Challenge. Mit allem, was so los war, hatte ich irgendwie nicht die Nerven dafür, mich daran zu halten.

Stattdessen habe ich immer genau das gelesen, worauf ich gerade Lust hatte. Das war gut so, aber ich hab bei der Erstellung der neuen Challenge schon gemerkt, dass sich das 2021 ändern wird und ich es diesmal wirklich angehen möchte, die Challenge erfolgreich zu beenden :)

Thematisch bin ich bei den Büchern ziemlich gesprungen, wie du gleich sehen wirst. Nach wie vor lese ich aber wesentlich mehr Sachbücher als Romane, das hat sich nicht geändert.

Ein Buch, das du schon lange besitzt, aber noch nie gelesen hast

2017 war ich vier Wochen in Thailand und hatte mir vorher einige Bücher auf meinen Kindle geladen, die ich dort lesen wollte – eins davon habe ich aber nie angerührt: „Buddha und die Wissenschaft vom Glück“ von Yongey Mingyur Rinpoche, einem tibetischen Mönch.

Im Buch zeigt er, wie Meditation den Körper und das Bewusstsein verändert. Mir hat’s super gut gefallen und ich konnte richtig viel lernen!

Allerdings war es auch gut, dass ich es jetzt erst gelesen habe. Ich meditiere mittlerweile seit einigen Jahren sehr regelmäßig und konnte so gut was damit anfangen. Das wär 2017 definitiv noch anders gewesen.

Ein eBook

Bleiben wir mal beim gleichen Themenbereich, über Meditation hab ich dieses Jahr nämlich sehr viel gelesen: „The Headspace Guide to Meditation & Mindfulness“ von Andy Puddicombe war auch mit dabei.

Ich hatte es schon länger auf meiner Leseliste, Headspace ist nämlich die App, die ich zum Meditieren nutze. Das Buch ist etwas praktischer ausgelegt als „Buddha und die Wissenschaft vom Glück“, hier wird auch die konkrete Meditationspraxis erklärt.

Trotzdem gibt’s auch hier viele Erklärungen und Buddhismus-typische Metaphern, die das Prinzip von Meditation gut erklären – wenn du dich dafür interessiert, kann ich’s auf jeden Fall empfehlen!

Ein Buch von der Bestsellerliste

Es war eigentlich keine große Überraschung, dass „Keine Ahnung, was für immer ist“, das neue Buch von Julia Engelmann, wieder ein Spiegel-Bestseller wird!

Meine Schwester hat mir das Buch zum Geburtstag geschenkt und die Texte darin haben mir, genauso wie die anderen Bücher von ihr, auch wieder sehr gut gefallen.

Ein Buch, das dich persönlich weiterbringt

Kommen wir zu einem meiner absoluten Highlights, bei dem ich vorm Lesen niemals gedacht hätte, dass es wirklich so ein Highlight wird. In einem Podcast habe ich vom Enneagramm gehört, was im Endeffekt ein Modell mit 9 verschiedenen Persönlichkeitstypen ist.

Das klang im Podcast ganz interessant, deswegen habe ich mir „Das Enneagramm: Die 9 Gesichter der Seele“ von Richard Rohr bestellt (ich habe die deutsche Ausgabe gelesen, an der auch Andreas Ebert mitgewirkt hat).

Beim Lesen habe ich relativ schnell herausgefunden, welcher der 9 Typen ich bin (Typ 5), und es war total absurd, weil ich bei der Beschreibung echt das Gefühl hatte, jeder Satz könnte über mich geschrieben sein. Es war wirklich crazy.

Jedenfalls habe ich mich dadurch dann weiter damit auseinandergesetzt und konnte wahnsinnig viel über mich lernen. Genug, um damit theoretisch einen eigenen Blogartikel zu füllen, deswegen hole ich jetzt mal nicht weiter aus – aber das Buch kann ich absolut empfehlen!

Ein Buch mit einem grünen Cover

Der Mord an George Floyd im Mai hat auch mich dazu gebracht, mich endlich mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen. Ich hab viel darüber gelesen und festgestellt, wie wenig ich eigentlich darüber wusste (nämlich quasi gar nichts).

Nach wie vor hab ich viele Bücher zu dem Thema auf meiner Leseliste. Als allererstes habe ich im Juni „Exit Racism“ von Tupoka Ogette gelesen, was ich zum Einstieg auch wirklich empfehlen kann.

Ich fand es ziemlich augenöffnend und konnte wirklich viel lernen. Absolute Empfehlung, wenn du es bisher noch nicht gelesen hast.

Ein Buch außerhalb der Komfortzone

Über Rassismus zu lesen ist nicht unbedingt angenehm, wenn man nämlich mal merkt, wie rassistisch man teilweise selber handelt (ohne sich dessen bewusst zu sein, was es aber überhaupt nicht besser macht).

Deswegen war das für mich definitiv außerhalb meiner Komfortzone, aber ich habe realisiert, wie wichtig es ist, das Bewusstsein dafür zu schaffen. Ein weiteres Buch, das ich dir empfehlen kann: „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“.

Mein Fazit zur Reading Challenge

Wie gesagt: Ich hab im Vergleich zu den letzten Jahren wirklich viel gelesen, aber eher wenig passend zur Challenge. Das soll sich 2021 ändern!

Immerhin wird das jetzt schon unsere fünfte eigene Challenge und ich bin wirklich sehr motiviert, das jetzt auch endlich mal erfolgreich zu beenden.

Theresa

Man könnte meinen, dieses Jahr hätte ich so viel gelesen wie noch nie, Zeit dafür hatte ich ja schließlich! Um ehrlich zu sein fand ich es aber oft schwierig, mich wirklich auf ein Buch zu konzentrieren. Zu viel war los und eine leichte Grund-Unruhe schwing immer mit.

Stattdessen habe ich dann laut Spotify Jahresrückblick über 60.000 Minuten Podcasts gehört und dabei mehrmals die Wohnung umgeräumt. Und das ist übrigens genau der Grund, weshalb Hörbücher nicht zur Reading Challenge zählen: es geht eben darum, sich ganz und gar auf ein Buch zu fokussieren, mal runter zu kommen, alles andere auszublenden, ohne nebenbei etwas anderes machen zu können.

Gelesen habe ich aber trotzdem, auch wenn ich nicht die ganze Challenge geschafft habe. Interessanterweise im Vergleich zu sonst auch recht viel von deutschen Autoren bzw. auf Deutsch.

Ein Buch, das du letztes Jahr lesen wolltest, aber nicht geschafft hast

Vielleicht ist es hier und da schon mal durchgeklungen: ich liebe Basketball, und da darf natürlich auch die neue Biographie über Dirk Nowitzki nicht fehlen. Auch wenn ich nicht wirklich Fan von ihm persönlich bin, ist er trotzdem vermutlich der beste deutsche Spieler überhaupt.

Thomas Pletzinger (der übrigens mit „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ bereits ein grandioses Buch über eine Saison im deutschen Basketball geschrieben hat) hat ihn 7 Jahre lang begleitet und schreibt in diesem Buch über den Menschen und Sportler Dirk Nowitzki und die Einblicke in sein Leben und Umfeld auf eine sehr persönliche Art und Weise.

Es ist lang, an Stellen auch etwas langatmig, aber trotzdem sehr lesenswert!

Ein Buch, das dir empfohlen wurde

Meine Tante ist Bibliothekarin, die Liebe für Bücher liegt also in der Familie. Von ihr habe ich schon immer viele Bücher empfohlen und geschenkt bekommen, diese Kategorie war somit sehr leicht zu füllen.

Eines dieser Bücher ist „Bella Germania“, eine Familiengeschichte zwischen Italien und Deutschland über drei Generationen. Sie könnte leicht kitschig sein, ist sie aber zum Glück ganz und gar nicht, sondern wunderbar mitreißend erzählt. Ich habe das Buch wahnsinnig gerne gelesen und schon das nächste Buch des Autors im Schrank stehen.

Ein Buch mit mehr als 600 Seiten

Ein weiteres Buch welches ich meiner Tante zu verdanken habe ist „Das Bernstein Amulett“. Genau wie im Roman zuvor dreht es sich um die Geschichte einer Familie über einen Zeitraum von 50 Jahren, dieses Mal zeigt es jedoch die Zerrissenheit und den Konflikt zwischen den beiden deutschen Staaten über die Wirren der Nachkriegszeit bis hin zur Wiedervereinigung.

Ebenfalls eine sehr schön zu lesende Geschichte, die mir gut gefallen hat.

Das erste Buch eines Autors

Nachdem ich „Conversation with friends“ in so ziemlich jeder Instagram Story gesehen habe, musste ich das Buch natürlich auch unbedingt lesen. Es dreht sich um eine junge Frau in Dublin und, wie der Titel schon sagt, ihre Freunde und alle Konflikte, die in zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen können.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es tatsächlich mochte, aber es hat mich definitiv gefesselt und war sehr interessant.

Ein Buch von der Bestsellerliste

Ich wollte dieses Buch lieben, und es hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. „Where the crawdads sing“ spielt in den 50er und 60er Jahren in North Carolina und handelt von einem Mädchen, das in den Sumpfgebieten der dortigen Küstenregion lebt.

Es geht um Erwachsenwerden, Überleben, Natur, Einsamkeit, Vorurteile, Gerüchte, Rassismus, Liebe, Freundschaft, Familie, Gewalt, das ganze Spektrum der menschlichen Natur, und einen Mord. Selten hat mich ein Buch so gepackt und ist so tief ins Herz gegangen.

Ein Buch mit einem grünen Cover

„Weißer Tod“ ist das 4. Buch der Cormoran Strike-Serie von Robert Galbraith alias J.K. Rowling. Auch wenn ich die Autorin mittlerweile sehr kritisch sehe, ihre Bücher sind einfach gut.

Gewohnt detailliert wird die Geschichte rund um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seiner Partnerin Robin Ellacott aufgebaut und verschlungene Spuren bis in oberen Kreise des Londoner Parlaments verfolgt.

Nachdem der 3. Teil doch sehr langatmig war hat mir dieses Buch wieder deutlich besser gefallen. Aber ja, die Personen und Handlungen sind auch hier sehr ausführlich beschrieben und zum Teil hätte es auch eine etwas kürzere Variante getan.

Mein Fazit zur Reading Challenge

Ich bin nach wie vor ein großer Fan unserer Challenge und freue mich schon sehr auf das kommende Jahr!

Bücher sind einfach etwas Großartiges und ich habe schon viele spannende und interessante Exemplare zu Hause die darauf warten, gelesen zu werden.

Die neue Reading Challenge für 2021

Die Reading Challenge für 2021 steht jetzt auch bereit! Du findest sie hier. Wir haben für das neue Jahr schon einige Ideen, was wir rund um die Challenge noch anbieten können, um uns z.B. zu gelesenen Büchern auszutauschen.

Sobald etwas feststeht, wirst du davon erfahren – jetzt kannst du die neue Challenge auf jeden Fall schon mal in dein Bullet Journal übernehmen! :)

Hast du 2020 bei der Challenge mitgemacht? Wie lief es für dich? Oder bist du 2021 vielleicht zum ersten Mal dabei?